Startseite | Kontakt | Sitemap | Suche | Impressum
Deutsch | English
 
Orpheus in der Unterwelt
Orpheus in der Unterwelt 

» Ausstellungsbegleitung

Ständige Ausstellung „Babelsberg – Gesichter einer Filmstadt”

Der Film zum Ausstellungsstück – unter diesem Motto stand die Filmreihe zur Schau, mit der wir unsere ständige Ausstellung erweitert hatten. Der Anlass für die Filmauswahl sind Modelle oder Szenenbild- und Kostümentwürfe, auch Plakate, Kostüme und Technik aus vier Jahrzehnten DEFA-Geschichte.
Eine Mini-Publikation: „deutschland sichten” liefert ausführliche Informationen zu ausgewählten Filmen.
In regelmäßigen Themenführungen wurden die Exponate näher vorgestellt.

Eröffnet wurde die Filmreihe mit der sommerlich-beschwingten Operetten-Adaption von Jacques Offenbach: Orpheus in der Unterwelt
Ein Film der Superlative, nicht nur, was das 70-mm-Format betrifft, vor dem wir mit unserem Kino leider passen müssen. Horst Bonnet, renommierter Regisseur an der Staatsoper Berlin, inszenierte die Operette als Reminiszenz an Reinhold Schünzels Film „Amphitryon”. Häufig wird das große Vorbild augenzwinkernd zitiert.
Szenenbildner Alfred Hirschmeier baute einen beeindruckenden Olymp als Architekturmix aus Antike und Second Empire. Das entsprechende Modell und die 70-mm-Kamera sind in der Ausstellung zu bewundern. Ein graziöser Höhepunkt des Films ist die Fahrt der Götter in die Unterwelt, mit phantasievollen Flugmaschinen wie aus einem Roman von Jules Verne – zu erleben auf der Leinwand und zum Greifen nah.
In der Eröffnungswoche lief in den Kindervorstellungen:
Die Geschichte vom kleinen Muck .
Das bunte Treiben einer weiteren Jacques Offenbach-Verfilmung: Die schöne Lurette begleitete die Ausstellung, in der u.a. farbenprächtige Kostümentwürfe Hans Kieselbach zu bewundern waren.
Passend zum Jahreswechsel gab ein weiteres DEFA-Musical: Silvesterpunsch und gegen den Silvesterkater die allererste DEFA-Schlagerrevue: Meine Frau macht Musik .
Das im Film Eine Couch in New York gezeigte Luxusapartment mit Blick auf den Central Park, ist entstanden in der Mittelhalle des Studios Babelsberg, die New Yorker Skyline in der Modellwerkstatt. Sie war 21 Meter lang und nur neun Meter vom Set des Apartments entfernt. Vor die Modelle wurde schwarzer Tüll gespannt, der wie ein Filter wirkte und ihren naturalistischen Eindruck verfremdete. Einige der Modellhochhäuser waren in die Sammlung des Filmmuseums gelangt und in der Ausstellung anzuschauen.

„Filmtechnik im Lauf der Zeit” Themenführung + Film
Die thematische Führung vermittelte anhand von Ausstellungsobjekten Innovationen der Filmtechnik aus 40 Jahren DEFA. Kameras, Scheinwerfer und Tongeräte waren und sind für die Filmproduktion unerlässlich. Ob geblimbte Studiokamera oder Handkamera, stationäre Lichttonapparatur oder mobiler Magnetbandrekorder, ob 125 Kg-Scheinwerfer oder leichtes Kameravorderlicht – stets hinterlassen die technischen Geräte bleibende Spuren im Film. Dabei konnte die DEFA mit viel Ideenreichtum und Improvisationsvermögen Anschluss an internationale Entwicklungen halten.
Dr. Ralf Forster, Filmtechnikhistorikers / Kustos der Filmtechniksammlungbot die Chance, seltene Schätze der Sammlungen aus dem Blickwinkel ihres Gebrauchs erklärt zu bekommen und somit die Arbeit beim Film besser zu verstehen. Er berichtete in zwei Führungen vor allem von den Bedingungen, unter denen die ersten DEFA-Filme entstanden. Es fehlte an allem, im Alltag und in den Filmateliers in erster Linie an Strom und intakter Technik, nicht aber an Talenten und „Sendungsbewusstsein”.
Filme zur Führung:
Straßenbekanntschaft
Das zweite Gleis

Eine weitere Führung, durchgeführt vom Trickkameramann Erich Günther, widmete sich dem Film: Der verlorene Engel
1926/27 schuf Ernst Barlach zum Gedenken an die Toten des Ersten Weltkrieges sein bekanntestes Werk „Der Schwebende”. 1937 wurde es in einer Nacht- und Nebelaktion von den Nazis beschlagnahmt und eingeschmolzen. Eine Kopie des berühmten Engels im Güstrower Dom hing in der Ausstellung und wird jetzt wieder in den Sammlungen des Filmmuseums aufbewahrt.
© 2012 Filmmuseum Potsdam | Realisiert durch die ARTEMiSiUM GmbH & Co. KG
Social Media
RSS-Feed-Icon Die Filmmuseums-Neuigkeiten als RSS-Feed abonnieren.

iCalendar-Icon Die Filmmuseums-Termine als iCalendar abonnieren.


Social Networks
| |


Kulturpartner
» Potsdam 2011 - Stadt des Films
» Tourismus-Marketing Brandenburg
» Kinematheksverbund
» Neuer Kunstkalender Potsdam




facebook Das Filmmuseum Potsdam auf Facebook
image