D: Victor Janson, Ossi Oswalda, Harry Liedtke
D 1919, 55’
Vorfilm: Mysterien eines Frisiersalons
R: Erich Engel, Bertolt Brecht
D 1923, 32’
An der Welte-Kinoorgel:
Carsten-Stephan Graf v. Bothmer
Eintritt: 12,50, erm. 10,50 Euro
„Die Austernprinzessin“ von Ernst Lubitsch und „Mysterien eines Frisiersalons“ von und mit Karl Valentin stehen für zwei ganz unterschiedliche Spielarten der deutschen Stummfilmkomödie: Im ersten Fall handelt es sich um ein aufwendig choreographiertes, mit Bildwitz und Tempo inszeniertes Lustspiel, eine „sophisticated comedy“. Alles dreht sich um Sex und Reichtum, um Lug und Trug. Der Valentin-Film, bei dem Bertolt Brecht Regie führte, ist dagegen eine schnell und billig gedrehte Groteske, deren derber und ungehobelter Humor sich am Slapstick und am Volkstheater orientiert. Gemeinsam ist beiden Komödien der Anarchismus als komisches Prinzip, das Vergnügen am Regelverstoß, das Lächerlichmachen der Autoritäten.




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