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Blick in den Kinosaal, Foto: h neun, Berlin
Blick in den Kinosaal, Foto: h neun, Berlin 

Meine Frau macht Musik

R: Hans Heinrich
D: Lore Frisch, Günther Simon
DDR 1958, 92’

Gegen den Silvesterkater die allererste DEFA-Schlagerrevue: Als die Gattin aus heiterem Himmel eine Gesangskarriere beginnen will, scheint das Ende der Familie nah: „Wenn ich dann nach Hause komme“, konstatiert prinzipienfest und hausbacken Günther Simon als Leiter der Musikabteilung eines Warenhauses, „ist die Frau weg, Gemütlichkeit weg, Familie in Trümmern, Kinder verwahrlosen.“ Lore Frisch, als treusorgende Gattin und Mutter über jeden Zweifel erhaben, opponiert mit glockenhellem Lachen und macht trotzdem, was sie will. Am Ende hat sie Erfolg und einen stolzen Ehemann dazu, denn natürlich bringt sie das Herz des Raubeins mit ihrem Gesang zum Schmelzen.
Dass die Filmkritik das Fehlen von DDR-Wirklichkeit bemängelte und darauf hinwies, auch die Filmrevue müsse auf der Grundlage des sozialistischen Realismus stehen, focht die Menschen nicht an – sie liebten den Film und strömten in die Kinos.
Von Oskar Pietschs Szenenbildentwürfen, die in der Ausstellung zu sehen sind, finden sich im Film nur die Palmen wieder – in der Revuenummer „Südfrüchte“.

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