Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Wir gratulieren Kurt Weiler zum 85. Geburtstag!

Vorstellen werden sie eine Auswahl ihrer Filme sowie Beispiele ihrer Vorbilder.

Die Filme von Kurt Weiler und Tony Loeser in unserem Programm:

Die Suche nach dem Vogel Turlipan
BU, R: Kurt Weiler, DDR 1977, Puppentrickfilm, 14’

Der Bau des P.
BU, R, Animation: Tony Loeser, DDR 1988, Puppentrickfilm, 13’

Ein Fall für Freunde
R, Produzent: Tony Loeser, D 2005, Zeichentrickfilm, 5’

Vita Kurt Weiler
Geboren am 16. August 1921 in Lehrte bei Hannover. 1939-1950 Emigration. 1939-1941 Studium der Malerei und Grafik an der City School of Arts and Crafts in Oxford. 1942-47 Arbeit in verschiedenen Berufen. Von 1947-1950 Regie-Assistent, Animator, Schnitt-Assistent. 1952-1989 Animationsfilmregisseur. Freischaffend bzw. fest angestellt in verschiedenen DEFA-Studios (DEFA-Trickfilmstudio Dresden, DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme Potsdam, DEFA-Studio für Spielfilme Babelsberg, Stacheltierproduktion), im Deutschen Fernsehfunk und bei der DEWAG-Werbung. Zeitweilig Lehrbeauftragter an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg im Fach Geschichte und Ästhetik des Animationsfilms.

Filme (Auswahl):
Für das DEFA-Trickfilmstudio, Dresden:
1955 Die Wippe

1956 Die gestohlene Nase; Eine unglaubliche Geschichte

1957 Der heimliche Weg; Die Geschichte von den fünf Brüdern

1958 Käpt’n Spatz

1959 Das Faschingskostüm

1964 Das tapfere Schneiderlein

1965 Vom faulen Töpfer und dem fleißigen Wäscher

1966 Heinrich der Verhinderte

1979 Ein gemachter Mann oder «Falsche Fuffziger»

1980 Ein gewisser Agathopulus

1983 Der Koffer

1984 Die Geschichte vom Kalif Storch (Co-Regie mit Rolf Hofmann)

1985 Heldensage

1986 Erinnerung an ein Gespräch

1988 Zeus, Adler, Mistkäfer (Co-Regie mit Rolf Hofmann)

Außerhalb des DEFA-Trickfilmstudios, Dresden:
1952 Kulicke

1960 Der Bauer und die Generäle

1966 Machen im Jahre 2001 alles die Maschinen?

1967 Arbeitsschutzwachen; Nimm Rücksicht und das Taschentuch;
Obstwaschen; Vorbeugende Schutzimpfung

1968 Kasko; Meyer’s Lexikon

1968/69 Nörgel und Söhne, Teile 1-3

1969 Der Apfel

1969/70 Der Löwe Balthasar

1970 Floh im Ohr

1971/71 Das Wintermärchen

1972 Die Nuß

1974 Rekonstruktion eines berühmten Mordfalles

1976 Die Suche nach dem Vogel Turlipan

1979 Das Geschenk oder Eine beinliche Geschichte

Arbeiten für DEFA-Spielfilme:
1959 Der verlorene Ball (Regie)

1975 Konzert für Bratpfanne und Orchester (Regie der Trickteile)

1976 Ein Schneemann für Afrika (Regie der Trickteile)

Für den Deutschen Fernsehfunk:
1988 Drei geraten in Gefahr
1989 Drei feiern Weihnachten


Vita Tony Loeser
Geboren am 14. September 1953 in Manchester, England. 1972 Praktikum im DEFA-Studio für Dokumentarfilme Berlin. 1972 Abitur. 1977 Facharbeiterabschluss als Fotograf. Arbeit als Kamera-Assistent. 1979-1980 Gasthörer in der Sektion Kulturtheorie/Ästhetik der Humboldt-Universität Berlin. 1980-1984 Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen «Konrad Wolf» Potsdam-Babelsberg, Fachrichtung Kamera. 1984 Diplomfilm «Knete». 1985-1989 Meisterschüler an der Akademie der Künste Berlin. 1984-1991 Kameramann im DEFA-Studio für Spielfilme. 1990-1992 Vorsitzender des Filmverbandes Brandenburg e.V. 1991 Gründung der Firma OSTFILM, Hoffmann Loeser GbR. Eigene Produktionen. Dienstleistungen für Zeichentrick-Serie. 1996 Beendigung des Geschäftsverhältnisses bei OSTFILM. 1996-1998 Gastprofessur an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg. 1996-1999 Vertreter des Landes Brandenburg bei der Filmbewertungsstelle Wiesbaden. 1997-1998 ausführender Produzent für CineVox Filmproduktion, Atlas, Saskia Filmproduktion, IRIS Filmproductions S.A.R.L. (Luxembourg) und FAMA Film AG (Schweiz). 1998 Gründung der Firma MotionWorks GmbH (Geschäftsführender Gesellschafter). Eigene Produktionen und Dienstleistungen. Aktuelle eigene Produktion: «Ein Fall für Freunde», Serie für die «Sendung mit der Maus» nach den Kinderbüchern von Helme Heine.

Filme (Auswahl):
1984 Knete (Diplomfilm)

1988 Schäumende Liebe (Regie, Kamera, Mitarbeit Buch, Szenarium und Ausstattung, Puppenführung)
Der Bau des P. (Buch, Szenarium, Regie, Animation)

1990 Der Ring (Buch, Szenarium, Regie)

1991-1996 eigene Produktionen mit OSTFILM, u.a.:
Das Trostlos (Regie: Angela Kern, Kamera: Tony Loeser)
Beruf Neonazi (Regie: W. Bonengel, Dokfilm)
Abschied von Agnes (Regie: Michael Gwisdek, Spielfilm)
Die Vergebung (Regie: Andreas Höntsch, Spielfilm)
Die Digedags (Regie: Peter Wohlfeil, Animationsfilm)

1991 Die Spur des Bernsteinzimmers (Special effects supervisor; Regie: Roland Gräf)
1993 Novalis - Die blaue Blume (Special effects supervisor; Regie: Herwig Kipping)
1993 Zirri, das Wolkenschaf (Special effects supervisor; Regie: Rolf Losansky)
1993/94 Sherlock Holmes und die sieben Zwerge (Special effects supervisor; Regie: Günter Meyer, Serie)
1996 Paradies (Regie, Kamera, Animation; Produktion: KOPP Film GmbH)
1997 Die unglaublichen Fälle des Inspektor Tablot (Regie, Kamera, Animation; Produktion: KOPP Film GmbH)

Seit 1998 eigene Produktionen/Dienstleistungen mit MotionWorks, u.a.:
2001/2003 Der kleine Eisbär 1+2 (Produktion: Cartoonfilm/Warner Bros.)
2004 Globi und der gestohlene Schatten(Produzent; Produktion: MotionWorks/Iris Production/Fama Film)
2005 Ein Fall für Freunde (Regie u. Produzent; Produktion: MotionWorks/Enanimation)

Quelle:
Ralf Schenk, Sabine Scholze (Red): Die Trick-Fabrik. DEFA-Animationsfilme
1955-1990, Hrsg. DIAF Deutsches Institut für Animationsfilm Dresden in
Zusammenarbeit mit der DEFA-Stiftung, Berlin 2003

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