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Sam Shaw - 60 Jahre Fotografie

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Ausstellung und Filme im Filmmuseum Potsdam
28. Januar - 7. Mai 2017
Fotos: © Sam Shaw Inc. / www.shawfamilyarchives.com

Der in Manhattan geborene Sam Shaw (1912-1999) kam über den Umweg der Bildenden Kunst zur Fotografie. Das Magazin "Collier's" hatte ihn in den 1940er Jahren mit Fotoarbeiten für die Serie "How America Lives" beauftragt. So reiste er quer durch die USA, traf mit Jazzmusikern in New Orleans, Farmpächtern im Mittleren Westen und Grubenarbeitern in Virginia zusammen, stets um authentische, lebendige Bilder bemüht. Die Anfänge als Fotojournalist prägten seine besondere Vorliebe für narrative Fotografie und Aufnahmen in Schwarz-Weiß.

Seit Beginn der 1950er Jahre tauchte Sam Shaw mit seinen Nikon-Kameras auch an Filmsets auf. Bilder wie das von Marlon Brando und Kim Hunter, das während der Dreharbeiten zu Endstation Sehnsucht (Elia Kazan, USA 1951) entstand, oder Aufnahmen am Rande der Dreharbeiten von Viva Zapata (Elia Kazan, 1952) brachten ihm große Aufmerksamkeit ein. Im Lauf der Jahre folgten unzählige weitere Drehorte weltweit. Zu internationaler Berühmtheit verhalf ihm ausgerechnet ein Werbefoto: Für Das verflixte 7. Jahr (Billy Wilder, USA 1955) hatte er Marilyn Monroe im hochfliegenden Kleid über einem New Yorker U-Bahn-Schacht fotografiert. Beinahe über Nacht wurde das Bild zur Legende und gehört doch zu den wenigen, die er jemals inszeniert hatte.

Marilyn Monroe und Sam Shaw waren sich 1952 zum ersten Mal begegnet; der Freundschaft, die aus dieser Begegnung erwuchs, sind einige der berührendsten Porträts der Schauspielerin zu verdanken. Sam Shaw fotografierte nicht nur die Hollywoodikone während ihres gesamten Berufslebens, sondern unzählige internationale Stars der Filmbranche, ebenso Künstler, Musiker, Schriftsteller und Intellektuelle seiner Zeit. Er porträtierte seine Modelle mit Vorliebe in Bewegung, lebendig, ohne Posen. Vor der Kamera sollten sie spontan sein und sie selbst bleiben. Improvisation und die Arbeit mit der versteckten Kamera gehörten zu seinen bevorzugten Techniken.

Neben der Fotoarbeit begann Sam Shaw in den 1960er Jahren eine Karriere als Filmproduzent. Mit dem Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler John Cassavetes verband ihn eine enge Freundschaft und er produzierte viele seiner Filme, die wie die eigene Fotografie auf künstlerische Unabhängigkeit zielten. Damit gehörte er zu den Wegbereitern eines vom Studiosystem unabhängigen US-amerikanischen Films.

Das Filmmuseum Potsdam präsentiert ab 28. Januar 2017 rund 130 Arbeiten des Künstlers im Obergeschoss des Marstalls. Wir freuen uns, innerhalb der Ausstellung einen Film des Regisseurs Romuald Karmakar zeigen zu können, gedreht 1989 in Barcelona, in dem Sam Shaw über seine Freundschaft und Zusammenarbeit mit John Cassavetes spricht - eine Gelegenheit, dem charismatischen Fotografen nahe zu kommen.

Begleitend zur Ausstellung läuft im Kino des Filmmuseums eine Filmreihe, die Sam Shaws Leistung als Filmproduzent würdigt und sich vor einigen der von ihm porträtierten Schauspielern verbeugt.

Ein reich bebilderter Ausstellungskatalog der Autorin Lorie Karnath, erschienen im HATJE CANTZ Verlag, komplettiert die Schau und liefert detaillierte Informationen zu Leben und Werk von Sam Shaw (VP 29,90 ).

Die Fotografien sind Teil einer europaweiten Ausstellungstour, die in enger Zusammenarbeit mit den Shaw Family Archives entstand.

Die Ausstellung wird präsentiert von Radio EINS und den Potsdamer Neuesten Nachrichten.

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