Walzerkrieg
Walzerkrieg

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Walzerkrieg

Wer vom deutsch-jüdischen Filmschaffen in der Weimarer Republik spricht, kommt um dessen gewaltsames Ende nach 1933 nicht herum - um das Arbeitsverbot unter den Nationalsozialisten, Bedrohung und Verfolgung, Emigration und Vernichtung. Der heute nur noch wenig bekannte Regisseur Ludwig Berger gehörte zu den Größen des Weimarer Kinos und stand wegen seiner erzählerischen Eleganz und seines visuellen Witzes zeitweilig auf einer Stufe mit Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau. In seinem letzten großen UFA-Film, Walzerkrieg, taucht Berger noch einmal ein in jenes Milieu, dem er seine schönsten Werke verdankt: Wien, der Walzer und die Weltgeschichte sind die Zutaten eines virtuosen Musikfilms, der die Rivalität der beiden Komponisten Joseph Lanner und Johann Strauß schildert und diese kunstvoll mit gleich zwei Liebesgeschichten kontrastiert: der von Katti, der Leiterin einer Frauenkapelle, und jener von Victoria, der englischen Königin.
Als Vorfilm läuft der historische Kinotrailer von »Der träumende Mund« (D 1932)
Einführung: Prof. Dr. Christian Rogowski (Amherst College, USA)

Die Filmreihe begleitet ein Seminar, das in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF stattfindet.


Deutsch-jüdisches Filmschaffen in der Weimarer Republik