Vertrauen auf Bewährung. Wie Brandenburg zum Rechtsstaat wurde

Der Film porträtiert vier Brandenburger Richter, zwei aus dem Osten, zwei aus dem Westen, deren Lebensläufe und Erfahrungen exemplarisch stehen für den schwierigen personellen Neubeginn der Justiz im Land Brandenburg: Joachim Dönitz kam 1991 als erster "Westrichter" an das Bezirksgericht Frankfurt-Oder. Seine Wohnung im Plattenbau vermittelte ein Ost-Kollege, der ihm Jahre später im "Havemann-Verfahren" als Angeklagter gegenübersaß. Jörn Sanftleben, letzter Direktor des Kreisgerichts Brandenburg an der Havel, wurde nach der Wende Strafrichter und benötigte drei bis vier Jahre, um seine Verunsicherung zu überwinden. Joachim Pauckstadt, erster Direktor des Amtsgerichts Königs Wusterhausen, hätte gern die einfachere Struktur der DDR-Justiz bewahrt und auf seine alte westdeutsche Heimat übertragen. Damit ist er gescheitert. Brunhilde Baumunk, zuletzt DDR-Vertragsrichterin, musste als brandenburgische Familienrichterin plötzlich eine Robe tragen und kam sich darin fremd und verkleidet vor.

Termine

Eine Veranstaltung des Ministeriums der Justiz Brandenburg