Szenenfoto aus "Chile - Der Kampf geht weiter" (1973/74)
Szenenfoto aus "Chile - Der Kampf geht weiter" (1973/74)

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Verlorene Erinnerungen. Chilenische Geschichte in 30 Jahren Film


"In seinen Photos von Menschenmengen herrscht ein perfektes Gleichgewicht zwischen der Vielzahl und dem Individuum, zwischen Intimität und Expressivität, zwischen dem Strom, der die Massen erfasst hat, und der Hoffnung der Einzelnen."
Antonio Skármeta

John Hall, geboren 1935 in Spanien, aufgewachsen in Frankreich. Studium an der Veterinär-medizinischen Hochschule d’Alfort und am Institut d’Etudes Politiques in Paris. Arbeit in der Entwicklungshilfe: Algerien (1963), Kuba (1966), Brasilien (1968), Chile (1971), Tunesien (1974).
Seit 1980 im Mittleren Orient und in Afrika für internationale Organisationen als Experte für ländliche Entwicklung und Tierhaltung tätig. In Chile bildete er im Rahmen eines Projekts (ICIRA) Experten für die von der Allende-Regierung geplante Landreform aus. Er musste das Land im Dezember 1973 verlassen. Beginn der fotografischen Beschäftigung 1968 zu spezifischen Themen: in Brasilien die "bidonvilles", in Chile die Demonstrationen der "Unidad Popular", in Tunesien die trockenen kargen Landschaften.


Ein Film- und Veranstaltungsprojekt des Filmmuseums Potsdam in Zusammenarbeit mit dem Filmverband Brandenburg e.V.
Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Chile Berlin, des Auswärtigen Amtes Berlin und der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Brandenburg
Präsentiert von: Potsdamer Neueste Nachrichten und Le Monde

Filme: Wenn das Volk erwacht / Der Tiger sprang und tötete, aber er wird sterben / Die Enteignung / Dokumentarkurzfilme von 1968 bis 1971: Testimonio / Desnutrición infantil / Herminda de la Victoria / Miguel angel aguilera / Mijita / Reportaje a Lota / Venceremos / Nutuayin Mapu / No nos trancaran el paso / Putsch/Faschismus/Exil: Julio beginnt im Juli / Mit brennender Geduld / Der Postmann / Vermisst / Die Schlacht um Chile: Der Kampf eines unbewaffneten Volkes / Der Aufstand der Bourgeoisie / Der Staatsstreich / Die Volksmacht / Chile, das hartnäckige Gedächtnis / Protokoll über Chile / Miguel Littín illegal in Chile / Hoher Norden / Von der Grenze ins Innere Chiles: Die entzündete Flamme / Allende: Die Zeit der Geschichte / Pinochets Kinder / Taxi para tres / Fernando ist wieder da / Der Fall Pinochet / Pinochet's Children / Blick von außen / Isabel auf der Treppe / Copihuito / La Victoria / Der Übergang / Chile - Der Kampf geht weiter / El golpe blanco - Der weiße Putsch

Wenn das Volk erwacht Cuando despierta el pueblo
RE: Kollektiv, RCH 1973, OmE, Dok., 59'
Der zwischen September 1972 und Mai 1973 gedrehte Film gibt einen Einblick in die politischen Ereignisse in Chile seit dem Amtsantritt Salvador Allendes 1970. Er untersucht dabei auch die historische Entwicklung, die dort hinführte. Damit kommt der Film dem Anspruch zahlreicher Filmemacher der Unidad Popular nach, die im Film ein didaktisches Mittel zur nationalen Identitätsfindung sahen. Vertreter aller Schichten kommen in Interviews zu Wort: darunter sowohl Anhänger der Allende-Regierung als auch jene, die sie ablehnten oder eine skeptische Haltung gegenüber Allendes friedlichem Weg zum Sozialismus einnahmen. Neben Analysen der Lohnanpassungspolitik der Unidad Popular, der Nationalisierung der Bodenschätze und der Enteignungen der Großgrundbesitzer wird auch die Bedeutung des chilenischen Militärs untersucht. Die Versuche der Opposition, die Allende-Regierung mit Hilfe des Militärs zu stürzen, was nur einige Monate nach der Fertigstellung des Films gelang, werden dargestellt. Der Film stellt Fragen an ein Chile, das sich im Aufbau des Sozialismus befand.

Der Tiger sprang und tötete, aber er wird sterben El tigre salto y mato, pero morirá, morirá
RE: Santiago Alvarez, C 1973, OF dt. eingespr., 16'
Der Kubaner Santiago Alvarez reagiert mit diesem Film unmittelbar auf den Tod Victor Jaras, einer der berühmtesten Liedermacher Chiles.
Während des September-Putsches starb dieser durch die Junta. Alvarez bezeichnete den Film als einen "Bericht in vier Liedern": Die musikalische, durch Stills und Slow Motion stark rhythmisierte Struktur des Films und sein gleichzeitiger Reportage-Charakter, der durch die Verwendung von authentischem Nachrichtenmaterial entsteht, machen die auch für andere Kurzfilme von Alvarez typische Agit-Prop-Sprache aus. Der Titel stammt aus einem Gedicht des kubanischen Dichters José Martí, das an einer Stelle des Films mit Bildern einer sich zum Rhythmus von Explosionsgeräuschen bewegenden Wolkendecke montiert ist. Etwas später sieht man Pinochet im Close-up, dann folgt ein Schnitt zu einem Comic-Bild von einem Schakal, der sich über seine Beute hermacht ...

Die Enteignung La expropiación
RE: Rául Ruiz, DA: Jaime Vadell, Nemesio Antunez, Delfina Guzmán, Luis Alarcon, RCH 1972, OmU, 60'
Als Raúl Ruiz mit den Dreharbeiten zu diesem Film begann, hatte er eigentlich einen ganz anderen geplant. Eine Woche vor Beginn machte er die Bekanntschaft eines Mitarbeiters der chilenischen Landreform-Genossenschaft (CORA), der ihm die folgende Geschichte erzählte:
"Ein Landbesitzer hatte sich entschlossen, seine Ländereien aufzugeben, ohne Hoffnung auf Entschädigung [...] Als er das Gut verlassen wollte, traten die Landarbeiter für ihren Herrn ein. Sie stellten sich offen gegen die Funktionäre der CORA, die das Land in Besitz nehmen wollten, und zwar unter dem Vorwand, dass sie (die Landarbeiter) zu unwissend seien, um dort selbständig arbeiten zu können."
Aus der Anekdote wurde ein Film "über die Landreform, aber [...] kein Film, der das Programm dieser Landreform der Unidad Popular erklären oder darstellen will. Die Absicht war vielmehr, eine Situation der Krise, der Widersprüche, zu beschreiben" (Raúl Ruiz, zitiert nach: P. B. Schumann, "Handbuch des lateinamerikanischen Films"). Die Dreharbeiten zu "Die Enteignung" dauerten vier Tage und Nächte. Ruiz wollte mit dem Film den politischen Augenblick widerspiegeln, mit allem Zweifel, aber auch seiner Überzeugung für die Sache der Unidad Popular.

Chilenische Dokumentarkurzfilme von 1968 bis 1971
Gesamtlänge: 117', OF dt. eingespr.
Testimonio Zeugnis
RE: Pedro Chaskel, RCH 1968, 10'
Report über die katastrophalen Zustände in der psychiatrischen Krankenhausabteilung von Iquique, im Elendsgebiet von Nordchile.
Desnutrición infantil Unterernährung bei Kindern
RE: Alvaro Ramirez, RCH 1969, 11'
In den ärmsten, d.h. den so genannten marginalen, Familien Chiles sterben im Durchschnitt jede Stunde zwei Kinder unter einem Jahr. Sie verhungern einfach. Der Film zeigt sowohl Ursachen als auch Auswirkungen der Unterernährung, einem der folgenschwersten Probleme des damaligen Chiles.
Herminda de la Victoria Herminda des Sieges
RE: Douglas Hübner, RCH 1969, 16'
In Chile galt das Gesetz, das die Nationalflagge unantastbar machte. Dies versuchten einige aus ihren Elendsbehausungen vertriebenen marginalen Familien auszunutzen. Sie besetzten ein freies Gelände am Rande von Santiago de Chile, errichteten Zelte und setzten eine Nationalfahne auf jedes Zelt. Bei dem Versuch, das Gelände zu räumen, kam die kleine Herminda ums Leben. Die Aktion wurde abgebrochen. Das Lager hieß nun "Herminda de la Victoria".
Miguel angel aguilera
RE: Alvaro Ramirez, Samuel Carjaval, Leonardo Céspedes, RCH 1970, 7'
Am 8.7.1970 rief die vereinigte, zentrale Arbeitergewerkschaft Chile zu einem Nationalstreik auf. Am Nachmittag ermordeten Polizisten in Zivil den 16-jährigen Miguel Angel Aguilera. "Dieser Film ist ein Schrei der Empörung gegen dieses Verbrechen und eine Gesellschaft, die tatenlos zusieht und es erlaubt, dass ein junger Mensch ermordet wird." (Produzenten des Films)
Mijita
RE: Sergio und Patricio Castilla, RCH 1970, 18'
Die proletarische Frau stellte die am stärksten ausgebeutete Schicht der damaligen chilenischen Bevölkerung dar. Die Frauen wurden umfassend zum Schweigen gebracht, hatten die geringsten Ausdrucksmöglichkeiten. Der Film erzählt von einer solchen Frau, mit ihren Problemen, Erwartungen, Meinungen.
Reportaje a Lota Reportage über Lota
RE: José de la Vega, Oscar Molina, Jorge Müller, RCH 1970, 17'
Eine Reportage über die Arbeit und den Kampf der Kohlearbeiter, realisiert mit Unterstützung der vereinigten, zentralen Arbeitergewerkschaft Chiles.
Venceremos Wir werden siegen
RE: Pedro Chaskel, Hektor Rios, RCH 1970, 15'
Eine Anklage an das seinerzeit bestehende System und gleichzeitig ein Film, um die passive Haltung der Bevölkerung aufzurütteln. Ein Teil der Mobilmachung gegen die das Volk unterdrückende Gewalt. Am Ende steht der Sieg und die Hoffnung und das Vertrauen in die Zukunft.
Nutuayin Mapu Sie werden uns den Weg nicht versperren
RE: Carlos Flores del Pino, Guillermo Cahn, RCH 1971, 8'
No nos trancaran el paso Wir erobern unser Land
RE: Guillermo Cahn, RCH 1971, 15'
Ein Film über den ersten großen Streik der Salpeterarbeiter, die sich im Norden Chiles gegen die Ausbeutung durch den englischen Imperialismus zur Wehr setzten. Der Streik wurde mit einem blutigen Massaker an den Arbeitern beendet.

Putsch / Faschismus / Exil
Plötzlich wurde es still in Chile. Die Bevölkerung zog sich aus den Straßen zurück, die Musik brach ab - viele Menschen "verschwanden". Salvador Allende fand am Tag des Putsches, dem 11.9.1973, im Regierungssitz La Moneda den Tod. General Pinochet umfasste das Land mit eiserner Faust und machte auch vor Folter und Mord nicht halt. Ein Exodus der Künstler und Intellektuellen setzte ein. Mit einem Schlag gingen fast alle jungen Filmemacher ins Ausland. Waren es die politischen Umstände der 60er Jahre, die zum ersten Mal ein umfangreiches chilenisches Filmschaffen ermöglichten, so wurde unter der Diktatur unabhängiges Drehen gänzlich verhindert. Erst in den 80er Jahren entstanden singulär - teilweise erfolgreiche - Filme wie "Julio beginnt im Juli".
Der "chilenische Film" der letzten 30 Jahre war vor allem ein Ausdruck des politischen Aufbruchs vor und während der Regierung Allende - und des Exils. Viele Regisseure, die aus dem Centro de Cine Experimental hervorgegangen waren, wie Miguel Littín und Patrício Guzmán, setzten sich auch im Exil mit Chile auseinander. Guzmáns dreiteiliger Dokumentarfilm "Die Schlacht um Chile" zollte ursprünglich den Manifestationen der aufbegehrenden Bevölkerung Tribut und wurde dann "aus Versehen" zum umfangreichen Zeugnis des Putsches. Über zehn Jahre später setzte dann Littíns Film "Protokoll über Chile" ein. Mit gefälschter Identität reist Littín illegal in Chile ein und dokumentiert unter dem Vorwand, Werbefilme zu drehen, die Stimmung in seinem Land. Um die Erfahrung des Exils geht es hingegen in den Spielfilmen "Der Postmann" und "Mit brennender Geduld", die beide auf der Romanvorlage von Antonio Skármeta beruhen.

Julio beginnt im Juli Julio comienza en Julio
RE: Silvio Caiozzi, DA: Felipe Rabat, José Salcedo, Jaime Vadell, Luis Alarcón, Tennyson Ferrada, RCH 1979, OmE, 115'
Chile im Winter 1917. Julio, Sohn eines reichen Großgrundbesitzers feiert seinen 15. Geburtstag und soll endlich erwachsen werden. Sein Vater hat zu diesem Zweck Freudenmädchen eingeladen, doch Julio verliebt sich in eine von ihnen, Maria. Zwischen Vater und Sohn bricht nun der Konflikt auf, lehnt sich Julio doch auch gegen andere überkommene Wertvorstellungen auf. "Julio beginnt im Juli" war in Chile ein großer Publikumserfolg. Im Unterschied zu den zumeist amerikanischen Produktionen, die der chilenische Zuschauer unter Pinochet zu sehen bekam, konnte sich das Publikum in Caiozzis Film mit dem Dargestellten identifizieren. Zudem wurde dem Zuschauer ein Stück chilenischer Kultur und Geschichte näher gebracht. "Der Reifeprozess Julios, sein Aufbegehren gegen die Wertmaßstäbe des Vaters sind immer noch aktuell", sagte Caiozzi 1980 in einem Interview (Zoom, Nr. 7, S. 3ff., Bern 1980). Damit zieht er eine Parallele zwischen der Großbourgeoisie als Hauptstütze von Pinochets Militärregime und den repressiven Strukturen des Großgrundbesitzertums im Film. Der rigiden Zensur konnte der Film aufgrund seiner scheinbaren historischen Distanz entgehen.

Mit brennender Geduld Ardiente Paciencia
RE: Antonio Skármeta, DA: Roberto Parada, Oscar Castro, Marcela Osorio, Naldy Hernandez, Antonio Skármeta, BRD/P 1983, 75'
Mit brennender Geduld ist nicht nur eine Hommage an den großen Poeten Chiles, Pablo Neruda, sondern auch an die Freundschaft: 1969, im Chile des gesellschaftlichen Aufbruchs noch vor dem Allende-Sieg, nähern sich zwei Männer völlig unterschiedlicher Herkunft und Bildung, der Briefträger eines kleinen Fischerdorfes und der weltberühmte Dichter, einander an und lernen sich zu respektieren. "In diesem kleinen Rahmen lässt sich ausdrücken, was Chile durch den Putsch eingebüßt hat", kommentiert Antonio Skármeta 1986 seinen Film. Er kämpfe gegen das Vergessen an, indem er vorführt, was Chile verloren hatte: "Menschlichkeit und Solidarität" (Film und Fernsehen, Jan. 1986). Der Regisseur und Schriftsteller Antonio Skármeta, der Mitte der 70er bis Ende der 80er Jahre in West-Berlin Asyl gesucht hatte, verfilmte 1983 die eigene Erzählung für das ZDF und erhielt hierfür den "Adolf Grimme"-Preis für den besten ausländischen Film.

Der Postmann Il Postino
RE: Michael Radford, DA: Massimo Troisi, Philippe Noiret, I/F/B 1994, 108'
Ein Jahrzehnt später als "Mit brennender Geduld" erschien das in Deutschland wohl weitaus bekanntere Remake. "Der Postmann" verlegt Antonio Skármetas Geschichte vom Chile Ende der 60er ins Italien der 50er Jahre. Der weltberühmte Dichter Pablo Neruda lebt auf einer kleinen Insel bei Sizilien im Exil. Täglich erreichen ihn unzählige Briefe. Der verträumte Fischersohn Mario ist allein damit beauftragt, Neruda die tägliche "Fanpost" zu bringen. Mit seiner Hilfe kann Mario die schöne Beatrice für sich gewinnen. Er schickt die Zeilen des Dichters unter eigenem Namen an die Geliebte. "Gedichte gehören nicht dem, der sie geschrieben hat, sondern denen, die sie brauchen", erklärt er, als der Dichter davon erfährt. Damit erteilt der Briefträger Neruda, von dem er viel über die Dichtkunst gelernt hat, eine Lektion in Sachen Poesie. Ein Film über eine außergewöhnliche Freundschaft und die Macht der Poesie.

Vermißt Missing
RE: Constantin Costa-Gavras, DA: Jack Lemmon, Sissy Spacek, John Shea, USA 1982, 122'
Ein aufrechter Amerikaner und konservativer Geschäftsmann kommt nach dem 13.9.1973 nach Chile um seinen verschwundenen Sohn zu suchen. Als linker Journalist und Freund der chilenischen Revolution unter Allende geriet dieser bei seinen Recherchen in die Hände der Militärjunta, die ihn auf Veranlassung der US-Botschaft ermorden ließ, als er eine direkte Mithilfe der CIA beim Militärputsch in Chile nachweisen konnte. Der Film zeigt den Vater auf der Suche nach seinem Sohn und auf der Suche nach der furchtbaren Wahrheit, die nicht nur den Schmerz um den Tod seines Kindes birgt, sondern auch die bittere Erkenntnis um die menschenverachtende Politik seines Landes. Costa-Gavras drehte den Film nach einem authentischen Fall, konzentriert sich neben der Beschreibung der Atmosphäre in der chilenischen Hauptstadt nach dem Putsch vor allem auf den Erkenntnisprozess des Vaters, beeindruckend, zornig und anrührend verkörpert von Jack Lemmon.

Die Schlacht um Chile: Der Kampf eines unbewaffneten Volkes La batalla de Chile: La lucha de un pueblo sin armas
RE: Patrício Guzmán, RCH/C 1973 - 1975, OmU, Dok.
Der Film gilt als einziger über das letzte Regierungsjahr der Volksregierung Unidad Popular und ist so außergewöhnlich wie die Bedingungen seiner Produktion. Zum ersten Mal konnte in Lateinamerika eine revolutionäre Situation Tag für Tag gefilmt werden. Entstanden in den Straßen von Santiago de Chile, den Kupferbergwerken und Salpeterminen, berichtet der Film von der Politik der Volksregierung aber auch von den "faschistischen Methoden der Imperialisten und der einheimischen Bourgeoisie". 6 chilenische Filmemacher schufen diesen Dokumentarfilm, dessen letzter Drehtag der 11.9.1973 war. Danach erfolgten Hausdurchsuchungen, Verhaftungen und Internierungen durch die Streitkräfte und Polizei der faschistischen Junta. Doch die Existenz des Films konnte verheimlicht und das Material sichergestellt werden. Über die schwedische Botschaft gelangte es nach Europa, wohin auch Patrício Guzmán fliehen konnte. Fertig gestellt wurde der Film 1975 in Kuba. Mitte der 90er Jahre brachte der Regisseur aufgrund der veränderten weltpolitischen Lage den Film mit einem geänderten Off-Kommentar erneut heraus.

Teil 1: Der Aufstand der Bourgeoisie La insurrección de la Bourgeoisie
100'
Der erste Teil zeigt zahlreiche Ereignisse und Aktionen der Zeit vom März bis zum Juni 1973, die von den Gegnern der Volksregierung zu deren Sturz unternommen worden waren: Parlamentsdebatten, Verfassungsklagen gegen Minister der Unidad Popular, Versammlungen der Putschisten, die im Zentrum von Santiago agierenden faschistischen Kommandos.
Teil 2: Der Staatsstreich El golpe de estado
96'
Der zweite Teil widmet sich der Zeit vom Juni bis zum Oktober 1973, in der der Klassenkampf in Chile seine schärfsten Formen angenommen hat. Entlarvt wird die schamlose Einmischung der USA in die inneren Angelegenheiten eines souveränen demokratischen Staates.
Teil 3: Die Volksmacht El poder popular
84'
Januar bis September 1973. Das chilenische Volk versucht, mit dem Aufbau des Sozialismus zu beginnen. Die bürgerliche Verwaltung, der Staatsapparat soll durch Basisorganisationen ersetzt werden, die von den Arbeitern geschaffen wurden.

Chile, das hartnäckige Gedächtnis Chile, la memoria obstinada
RE: Patrício Guzmán, F/CDN/RCH 1996/97, OmE, Dok., 59'
Nach 22 Jahren im Exil kehrt Patrício Guzmán wieder nach Chile zurück und geht den Spuren der Erinnerung und den Auswirkungen des Vergessens in der Zeit nach Pinochet nach. Er begegnet Zeitzeugen, versucht persönliche Schicksale aufzuklären - Jorge Müller, der Kameramann von "La batalla de Chile" gehört zu den weit über tausend Menschen, die spurlos verschwunden sind -, spricht mit "anonymen Helden" aus dem Umfeld Allendes aber auch mit einstigen Befürwortern des Putsches. Im Gepäck hat er seinen Film "La batalla de Chile", der in Chile nicht gezeigt werden durfte und den er nun Studenten in Santiago vorführt. Ihre Reaktionen sagen ebenso viel aus über Erinnern und Vergessen, wie die Beobachtung von Polizisten, die zum Ordnungsdienst bei einem Fußballspiel aufmarschieren - in dem Stadion, in dem einst die Anhänger von Allende gefoltert und getötet worden sind.

Protokoll über Chile Acta general de Chile
RE: Miguel Littín, E 1986, OmU, ca. 120' (Teil 1 und 2), ca. 120' (Teil 3 und 4)
1985 kehrt Miguel Littín, einer der bedeutendsten chilenischen Regisseure ("Der Schakal von Nahueltoro", RCH 1971) für sechs Wochen illegal in sein Heimatland zurück, das er 1973 verlassen musste. Das Ergebnis dieser gefährlichen und spektakulären Aktion wird die bis dahin umfangreichste filmische Bestandsaufnahme der Entwicklung Chiles und des Alltags unter der chilenischen Militärdiktatur werden. Mit der Identität eines uruguayischen Filmemachers, der einen Werbefilm über ein Parfüm drehen will, reist er durch das ganze Land und führt mal offen, mal im Hintergrund Regie bei den Aufnahmen, die drei unabhängig von einander agierende Filmteams aus Frankreich, Italien und den Niederlanden ausführen. Offiziell haben diese natürlich andere Aufträge. Für spezielle Aufgaben standen sechs Filmgruppen des chilenischen Widerstandes zur Verfügung. Mit Mut, Zivilcourage, aber auch Glück gelingt die Täuschung der allgegenwärtigen Geheimpolizei. Littíns Erlebnisse und Erfahrungen verarbeitete Gabriel García Márquez zu einem literarischen Bericht: "Die Abenteuer des Miguel Littín" (1986).

Teil 1: Miguel Littín illegal in Chile - erste Eindrücke und erste Fragen
Teil 2: Hoher Norden: Als ich durch die Pampa ging - die Lage in der Bergwerksregion, wo sich die Geschichte des Landes immer entschieden hat
Teil 3: Von der Grenze ins Innere Chiles: Die entzündete Flamme - die Probleme des Exils, die Haltung der Jugend, die Spuren Nerudas, der bewaffnete Widerstand
Teil 4: Allende: Die Zeit der Geschichte - der Präsident, der immer noch regiert

Pinochets Kinder
Fast 20 Jahre nach dem Putsch wurde der Schleier gelüftet, der Chile umhüllt hatte. Nach dem Fall der Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland, die gleichzeitig internationale politische Konstellationen grundlegend veränderte, begannen sich auch die Militärdiktaturen in Südamerika aufzulösen. Sowohl in Chile als auch in Brasilien fanden 1990 erstmals wieder freie Präsidentschaftswahlen statt. Damit war ein Ausbruch neuen künstlerischen Schaffens verbunden. Junge Filmemacher traten an das Licht der Öffentlichkeit und begannen größtenteils eher zurückhaltend, die persönlichen und kollektiven Erlebnisse unter der Militärdiktatur aufzuarbeiten. Von diesem Anliegen geben "Fernando ist wieder da" und "Pinochet's Children" eindringlich Auskunft. Auch Patrício Guzmán setzte sich weiterhin intensiv mit der Geschichte und Gegenwart seines Landes auseinander. Immer wieder wird anhand seines Werkes deutlich, wie sehr er dem im Dokumentarfilm begründeten chilenischen Filmschaffen der Zeit unter Allende verhaftet blieb und wie stark er die junge Generation von heute beeinflusst. Sicherlich ist Guzmán daher nicht nur einer der bedeutendsten chilenischen, sondern auch wichtigsten Dokumentarfilmemacher überhaupt. Insgesamt sind die neuen chilenischen Filme aber nicht in erster Linie Zeugnisse der Erinnerung, sondern auch des Vergessens.
Orlando Lübbert drehte mit "Taxi für drei" eine zeitgenössische Komödie, in der die Vergangenheit scheinbar nebensächlich ist und von der Gegenwart fast komplett überdeckt wird. Mit der Frage danach, wie die Vergangenheit und Gegenwart zusammenhängen, setzt sich intensiv Paula Rodriguez in ihrem Dokumentarfilm "Pinochet's Children" auseinander.

Taxi para tres Taxi für drei
RE: Orlando Lübbert, DA: Alejandro Trejo, Daniel Munoz, Fernando Gomez, Elsa Poblete, Denitze Lecaros, RCH 2001, OmE, 90'
Zwei Kleinkriminelle aus den Slums Santiagos entführen ein Taxi mit seinem Fahrer. Der erkennt nach anfänglichem Widerstand die Vorteile, die ihm aus dieser Situation erwachsen können und freundet sich mit den Entführern an ... Die witzige bis skurrile Tragikomödie spielt im Chile nach dem Ende der Pinochet-Diktatur und erhielt beim 49. Internationalen Filmfestival im spanischen San Sebastian die Goldene Muschel (2001). Er wolle mit seinem Film keine "larmoyant-politische Anklage" formulieren, kommentierte Regisseur Orlando Lübbert auf dem Festival seinen Film. "Wir müssen Geschichten erzählen, die diese verkrampft-verhaltene Grundstimmung in unseren Ländern nach dem Ende der Militärdiktaturen aufgreifen - in Europa hat man noch immer eine sehr reduzierte Vorstellung vom lateinamerikanischen Film als eine reine Bebilderung politischer Militanz."

Fernando ist wieder da Fernando ha vuelto
RE: Silvio Caiozzi, RCH 1998, OmE, Dok., 57'
Bitter ironisch spielt der Titel des Films auf die dramatische Geschichte des kurz nach dem Militärputsch verschleppten und ermordeten Fernando Olivarez Mori an. Dessen Überreste wurden erst ein Vierteljahrhundert später gefunden und mühselig identifiziert. Der chilenische Regisseur Silvio Caiozzi (siehe auch "Julio beginnt im Juli") dokumentierte die Spuren des Verschollenen mit der Videokamera. Anhand der Gräueltat an Fernando Olivarez Mori deckt er stellvertretend den Terror und die Grausamkeit der faschistischen Diktatur in Chile auf, die auch in der Zeit nach Pinochet noch lange verschwiegen und ungestraft blieben.

Der Fall Pinochet The Pinochet Case
RE: Patrício Guzmán, F 2001, OmE, Dok., 108'
Im September 1998 wird in London auf Betreiben der spanischen Justizbehörde Augusto Pinochet verhaftet. Folter und Tod von spanischen Staatsbürgern lautet die Anklage. Doch obwohl ihm offiziell die Immunität verwehrt wird, können seine Unterstützer trotz internationalen Drucks und angeführt von der früheren Premierministerin Margaret Thatcher eine Verhaftung und Auslieferung verhindern. Nach über anderthalb Jahren Aufenthalt in einer Klinik wird er aus gesundheitlichen Gründen nach Chile gebracht. Der Film widmet sich diesem Ereignis und dem einzigartigen Prozess der Aufarbeitung und der (Un-)Möglichkeit der Bewältigung von Erlebtem. In diesem beeindruckenden und erschütternden Film lässt Patrício Guzmán in Interviews Überlebende der Folterhöllen des Pinochet-Regimes und Angehörige von bis heute Verschwundenen über die Ereignisse und ihre Leiden sprechen.

Pinochet's Children Volver a vernos
RE: Paula Rodriguez, D/RCH 2001, OmE, Dok., 81'
Ein Jahrzehnt nach dem Ende der Militärdiktatur setzt sich der Film mit der lange verdrängten Geschichte Chiles und den Folgeerscheinungen der autoritären und mörderischen Vaterschaft Pinochets über das chilenische Volk auseinander. Wir sehen, wie ein Chilene durch die Straßen seiner Heimat eilt und erzählt, was sich zu Pinochets Zeiten rechts und links des Weges abgespielt hat. Der Film entstand 2001 an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) und erhielt 2003 den Babelsberger Medienpreis.

Blick von außen
Die Solidaritätskundgebungen in Ost- und Westdeutschland für die lateinamerikanischen - insbesondere der chilenischen - Befreiungsbewegungen ließen gegen Ende der 60er Jahre fast die Existenz der Mauer vergessen. Kurz nachdem die revoltierenden Studenten um Rudi Dutschke im Westen des Landes sich noch für die Unidad Popular begeistert hatten und sich über den Putsch gegen Allende empörten, suchten zahlreiche chilenische Exilanten in beiden Teilen Deutschlands Zuflucht. Nachdem Che Guevara im Jahre 1967 im bolivianischen Urwald ermordet worden war, kam 1973 mit Salvador Allende eine weitere, für die nationale Unabhängigkeit eintretende Figur zu Fall, deren politischen Ideale sich mit denen der westdeutschen und ostdeutschen Studenten größtenteils deckte: Salvador Allende. Die Solidarität machte sich im deutschen Filmschaffen in Ost und West ebenso wie auf den Filmfestivals bemerkbar. In West-Berlin ermöglichte der Produzent Kettelhak mit eigenen Mitteln die Postproduktion von Ancelovicis "Die Fäuste vor der Kanone", Elfriede Irrall drehte einen Solidaritätsfilm und die Freunde der Deutschen Kinemathek, insbesondere Heiner Roß, retteten zahlreiche chilenische Filme vor der Vernichtung nach Deutschland hinüber. Im Osten war der chilenische Film 1974 Hauptprogrammpunkt des legendären Dokumentarfilmfestivals in Leipzig, und den Regisseuren Heynowski und Scheumann gelang es, einige der eindringlichsten historischen Zeugnisse von Chile kurz nach dem Putsch zu drehen. Sie interviewten Hinterbliebene von Verschwundenen und Ermordeten. Außerdem gelang es ihnen auf spektakuläre Weise, das Gefangenenlager Chacabuco zu filmen, in dem politische Häftlinge einsaßen. Die intensive Beschäftigung mit Chile in beiden Teilen Deutschlands verweist nicht nur auf die historische Bedeutung der Ereignisse in dem südamerikanischen Land. Vor allem werden die Zustände und Befindlichkeiten der beiden deutschen Staaten gegen Ende der 60er und zu Beginn der 70er Jahre offengelegt, die unter anderem in dem vierten und letzten Themenblock der Filmreihe diskutiert werden sollen.

Isabel auf der Treppe
RE: Hannelore Unterberg, DDR 1984, 71' (Kinderfilm)
Die 12-jährige Isabel musste mit ihrer Mutter aus Chile flüchten, denn ihr Vater war Aktivist im Widerstand gegen Pinochet. Nun wohnt sie in einer Ostberliner Neubauwohnung. Dort sitzt sie oft im Treppenhaus und wartet auf ihren Vater, von dem sie seit ihrer Flucht, die schon sechs Jahre zurückliegt, nichts gehört hat. Die Nachbarn meiden das Mädchen und ihre Mutter. Als sich der gleichaltrige Philipp mit Isabel anfreundet, sind seine Eltern zunächst gegen diese Freundschaft. Erst nach einem dramatischen Vorfall nehmen sie sich des Mädchens an. "Isabel auf der Treppe" stellt die Solidarität der Deutschen gegenüber den ausländischen Flüchtlingen in der DDR auf die Zerreißprobe.

Vorfilm: Copihuito
RE: Günter Jordan, DDR 1977, 15'
Der Filmtitel stammt vom Namen einer Rankpflanze, die den Widerstand des chilenischen Volkes gegen jegliche Unterdrückung symbolisiert. "Copihuito" heißt auch die Zeitung, an der die chilenischen Pioniere im Film arbeiten. Günter Jordan hat sie dabei mit der Kamera begleitet. 1977, als der Film entstand, lebten in Ost-Berlin etwa 10.000 chilenische Exilanten. Die jungen Zeitungsmacher, die oft nur die ersten Jahre ihres Lebens in der chilenischen Heimat verbracht hatten, wollen anderen (chilenischen) Kindern und Jugendlichen in der DDR von den Geschehnissen in Chile berichten. Die Erinnerung und die Bindung an die Heimat sollen nicht verloren gehen. Einer der eindringlichsten Momente im Film ist, wenn die Kinder erzählen, warum ihnen so viel an dieser Zeitung liegt. In das dokumentarische Material des Films flechten sich Bilder des chilenischen Malers César ein. Sie stellen den Freiheitskampf und die Hoffnungen im Chile der Unidad Popular dar. Dazu hört man Pablo Nerudas "Der Große Gesang". Copihuito erhielt 1979 ein Diplom des 1. Kinderfilmfestivals "Goldener Spatz".

La Victoria
RE: Peter Lilienthal, DA: Paula Moya, Carmen Lazo, BRD 1973, 86'
Dieser dokumentarische Spielfilm erzählt von einer jungen Chilenin, die die Provinz verlässt, um in Santiago Arbeit zu suchen. Unter dem Eindruck ihrer Erfahrungen verändert sich ihre Bewusstseinshaltung. Die uninteressierte Kleinbürgerlichkeit weicht zunehmender Politisierung. Während der Parlamentswahlen 1973 engagiert sie sich für die Volksfront Allendes und steht an der Seite einer sozialistischen Kandidatin.
Entstanden kurz vor dem Militärputsch und der Ermordung Allendes versucht der Film die soziale und politische Situation Chiles zu beschreiben. Am Buch schrieb neben dem Regisseur auch Antonio Skármeta mit. Die eindrucksvolle Kameraarbeit stammt von Silvio Caiozzi.

Der Übergang El Paso
RE: Orlando Lübbert, DA: Adelaida Arias, Oscar Castro, Hugo Medina, Anibal Reyna, DDR 1977/78, 97'
Drei Männer begeben sich wenige Tage nach dem Putsch in Chile auf den Weg ins Exil. Der Arbeiter Carlos, der Student Juan und der Beamte Lorenzo wollen über die Anden nach Argentinien fliehen. Auf ihrem Weg erleben sie Übergriffe der chilenischen Polizei auf die Landbevölkerung. Sie suchen Unterschlupf bei einer hochschwangeren Bäuerin, deren Mann gerade ermordet worden ist, und bleiben bis zu ihrer Entbindung. Als sie die Grenze erreichen, wird ihr Asylantrag abgelehnt. Und nur Juan gelingt die Flucht ...
Ein inszenatorisch dichter Film eines jungen chilenischen Regisseurs im Exil. Der Marsch durch das unwegsame Gebirge wird gleichsam zur Reflexion über die politischen Haltungen und die Niederlage.

Chile - Der Kampf geht weiter
RE: Elfriede Irrall (Kohut), Prod.: Komitee "Solidarität mit Chile", RCH/BRD 1973/74, Dok., 50'
Dieser politische Erfahrungsbericht erklärt anhand zahlreicher Beispiele die Politik der christdemokratischen Vor-Allende-Regierung Frei, die Entwicklung der Unidad Popular unter Salvador Allende und deren Niederlage. Von ihrem knapp viermonatigen Aufenthalt in Chile von Dezember 1972 bis April 1973 brachten die Schauspielerin Elfriede Irrall (Kohut) und Dieter Esche Super-8-Filmmaterial und Tonbandaufnahmen mit. Die Idee, daraus einen Dokumentarfilm zu gestalten, erwuchs aus der Mitarbeit beim Aufbau des Komitees "Solidarität mit Chile". Dank der Hilfe Vieler, nicht zuletzt der DFFB, konnte der Film trotz autodidaktischer Anfangsschwierigkeiten verhältnismäßig rasch fertiggestellt und im Rahmen der breiten Solidaritäts-Bewegung oftmals gezeigt werden.

El golpe blanco - Der weiße Putsch
RE: Walter Heynowski, Gerhard Scheumann, DDR 1975, Dok., 70'
Bevor es zum Putsch der Armee gegen den chilenischen Präsidenten Salvador Allende im September 1973 kam, gab es einige Versuche die Regierung der Unidad Popular auf legalem Weg zu stürzen, so bei den Wahlen im Frühjahr desselben Jahres. Diesen "weißen Putsch" rekonstruiert der Film. Dabei beschreibt er die Versuche politischer Einflussnahme und Infiltration, wie sie Chiles politische Rechte mit Hilfe des US-Geheimdienstes CIA unternahm. Das Studio Heynowski & Scheumann hat in zahlreichen Dokumentarfilmen versucht, die demokratische Entwicklung Chiles und später die Hintergründe, den Ablauf und die Auswirkungen des Putsches zu ergründen und zu vermitteln. Fünf Drehreisen zwischen Februar 1973 und Februar 1974 lieferten dazu das Material.