Vergeßt mir meine Traudel nicht

Die 17-jährige Traudel in "Vergeßt mir meine Traudel nicht" (R: Kurt Maetzig, DDR 1957;9.7.) ist entschlossen, glücklich zu werden. Sie türmt aus dem Erziehungsheim und quartiert sich in Berlin bei zwei Junggesellen ein, deren geordnetes Leben sie gehörig durcheinander bringt. Berlin steckt voller Luxus für ein lebenshungriges Mädchen: Eine richtige Wohnung mit Spiegel im Bad! Perlonunterwäsche und Kleider in herrlichstem Überfluss! Dazu das Nachtleben mit Kneipen, Tanzbar und Rummel - die Alltagsbilder, die Traudels Geschichte begleiten, vermitteln ebenso eine Atmosphäre der Zeit wie die Figur der Traudel selbst, die eine Provokation für ihre Mitmenschen ist und in ihrer natürlichen Körperlichkeit ganz modern wirkt. Die Rolle war das Leinwanddebüt von Eva-Maria Hagen und machte sie schlagartig populär.

Termine

Zur Ausstellung: Glück für alle! Wirklichkeit in DEFA-Filmen der fünfziger Jahre (07/09)