Venus vor Gericht
Venus vor Gericht

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Venus vor Gericht

Der propagandistische Spielfilm aus der Zeit des Nationalssozialismus gibt sich als Komödie aus und stellt einen erfolglosen jungen Bildhauer und frühen Anhänger der NSDAP in den Mittelpunkt, der - absichtsvoller Scherz - eines seiner Werke vergräbt. Als der weibliche Torso gefunden wird, erklären ihn die "Spezialisten" zum antiken Kunstwerk. Da sie ihren Irrtum nicht zugeben wollen, muss der Bildhauer seine Urheberschaft in einem Prozess beweisen, was ihm nur durch das mutige Zeugnis seines Modells gelingt.
Der Film polemisiert gegen die moderne Kunst. Für die Ausstattung von Szenen, die in einer jüdischen Kunsthandlung spielen, wurden "entartete" Originalkunstwerke verwendet, die 1937 von den Nationalsozialisten aus deutschen Museen entfernt worden waren. Skulpturen von Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel, Gemälde von Wassily Kandinsky und Paul Kleinschmidt sowie weitere Kunstwerke sind bis heute verschollen - der Film ist der letzte Beleg ihrer Existenz. Erst kürzlich konnten zwei der Plastiken im Zentrum Berlins aus dem Schutt des Zweiten Weltkriegs geborgen werden. Eine Einführung informiert über die Hintergründe des Films.

In Zusammenarbeit mit dem Potsdamer Kunstverein e.V.