Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Todeszug nach Yuma
3:10 to Yuma

Der Kriegsveteran Dan Evans lebt mit Frau und Söhnen auf einer Farm in Arizona. Sie leiden darunter, dass ihr Nachbar und Gläubiger ihnen den Fluss abgegraben hat. Für 200 Dollar erklärt Evans sich bereit, den legendären Raubmörder Ben Wade ins Städtchen Contention zu bringen, von wo der 3:10-Uhr-Zug ins Staatsgefängnis von Yuma geht. Neben Evans scharen sich bizarre Bewacher um Wade, die verkommener sind als der Mörder. Bald entsteht eine stillschweigende Komplizenschaft zwischen Wade und Evans. Regisseur James Mangold - bekannt geworden mit dem Johnny Cash-Biopic "Walk the Line" - gelingt es, den zunächst puristisch wirkenden Historismus seiner Wildwestbilder dialektisch zu zersetzen. "Auch das allerletzte Duell stellt Gut und Böse nicht wieder her. (...) Hier sind zwei Westernhelden die für einen Moment ihre Rolle reflektieren, die das Gespielte und Übertriebene ihrer Genre-Existenzen begreifen, bevor das Genre den "richtigen Abschluss der Geschichte erzwingt." (Die Zeit, 51/07)

Rückschau auf das vergangene Kinojahr