Sunset Boulevard
Sunset Boulevard

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Sunset Boulevard

Norma Desmond, ein ehemaliger Stummfilmstar, lebt in einem halb verfallenen Palast, weit entfernt von der Realität, und träumt von der Rückkehr des vergangenen Ruhms. In unmittelbarer Nähe existiert ein neues Hollywood, in dem längst ein schnellerer Rhythmus herrscht und neuen Helden gehuldigt wird. Eines morgens werden Polizisten und Reporter zur Villa gerufen, die Leiche eines erfolglosen Drehbuchautors treibt im schmutzigen Pool.
In einer Zeit, als das Studiosystem Hollywoods erneut ins Wanken gerät, reflektiert dieser Film Noir den Umbruch vom Stumm- zum Tonfilm und ermöglicht ein Wiedersehen mit zahlreichen Stars vergangener Tage, wie Buster Keaton oder Erich von Stroheim.

Mit der Reihe »American 50s« startet das Filmmuseum im Juli eine sommerliche Rundreise durch drei Jahrzehnte amerikanischen Kinos. Los geht es in den 1950ern, einem Jahrzehnt, in dem Hollywood durch große Umbrüche erschüttert wird. Die alten Studios verlieren ihre Vormachtstellung und die Kinos viele Besucher. Die Familien der Baby-Boomer-Generation besiedeln Vororte, das Fernsehen löst den Kinobesuch ab. Doch Hollywood weiß sich zu helfen: Cinemascope, Technicolor und 3D trotzen den Umständen. Alte Genres werden neu belebt und richten sich nun an spezielle, jüngere Zielgruppen, denen gebrochene Helden, verkörpert von James Dean oder Marlon Brando, näher liegen als die Superstars vergangener Tage.


American 50s