Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Studentenfilme

Badkon Shi …t?
R: Badih Massaad D: Abdallah Manhal, Rana Salem, Guy Chatouni, LB 2005, OmE, 18?
Ein Roadmovie über junge Leute, die in einem Auto herumgondeln - wohin und wozu ist den Fahrenden völlig schleierhaft. Suche nach neuem Stoff, einen Tramper auflesen, sich auf seine Kosten amüsieren .... Modernes Leben. Ein Film der aus sämtlichen Ecken der modernen Welt stammen könnte.
Proud to Say His NameFouad Badr
R: Serena Abi Aad, LB 2005, Dok., OmE, 28’
Ein authentischer Selbstversuch: Eine Filmstudentin will herausfinden, ob es richtig ist, die Todesstrafe abzulehnen. Sie befragt Familienangehörige und Freunde. Sie tritt in Kontakt zu einem Todeskandidaten, mit dem sie Briefe wechselt, ihn besucht, sich fast verliebt ... Zuschauer werden zu Zeugen eines Vorgangs, von dem sich die Filmemacherin anfangs selbst keine Vorstellung machen konnte. Ein Fall für den Psychotherapeuten oder ein moderner Dostojewski?
The CrossingAl Maabar
R: Marc Karam, D: Patrick Hayek, Mounir Mohammad, LB 2000, OmE, 17’
Über den unergründlichen Sinn des Tötens - ein Ballerspiel, samt Folter und Auslöschung wird zur Realität: Im Libanon. Vorgestern, gestern, heute … Für beinahe jeden jungen Mann im Nahen Osten kann aus Gewaltphantasien eine Wirklichkeit werden, die sich ganz anders anfühlt und die kaum auszuhalten ist.
All for the CountryKoullouna lil Watan
R: Fadi Kassem, D: Ammar Chalak, Rami Nihawi, Hassan Lavasani, LB 2002, OmE, 28?
Eine Parabel, deren Ende man selbst erleben muss: Zwei Männer helfen einem Selbstmordattentäter, werden verhaftet - die israelischen Bewacher verhalten sich wie Faschisten, die Gefangenen wie Märtyrer. Der eine stirbt, dem anderen gelingt die Flucht. Und dann ...

Pause

Home Sweet Home Beit Byout
R: Youcef-Joe Bou Eid, LB 2006, Dok., OmE, 30’
Poetische Bilder einer Vertreibung? Der Filmemacher erzählt lakonisch und zart vom Krieg und seinen Folgen für eine Familie, die er vor sich hertreibt. Poesie als künstlerische Wahrheit - die Bitterkeit kommt aus unserem Wissen. Der Film zeigt, was im Libanon wie an vielen Orten der Welt heute geschieht und lässt das Wehgeschrei einschlägiger Verbände in Deutschland 60 Jahre nach dem Krieg seltsam klingen.

Wayn yo
R: Andre Chammas, D: the village people, classmates, LB 1998, OmE, 13’
Meine Leute aus Zahlé. Der Filmemacher stellt die Menschen aus seinem abgelegenen Bergdorf vor: Klatschbasen, Heuchler, Respektpersonen, Schöne und Hässliche. Eine Farce? Eine Komödie? Ein Spottgesang? Er liebt, übertreibt und respektiert die Eigenarten der Nachbarn, lacht über sie und ist froh, dass er wegkommt ...

My Father’s House R: Leila Kanaan, D: May Sahhab, Daad Rizk, Zalfa Haddad, Hala Salloum, LB 2003, OmE, 25’
Eine surrealistische Antwort af "Wayn yo!" - mit schönen Grüßen von Dali, Kusturica und Lauzon. Die Filmemacherin zeigt Heimatland und Elternhaus als orientalisch-fellineskes Irrenhaus, in dem Besessenheiten, Lebensfülle, Kriegs- und Untergangsängste sich ein babylonisches Stelldichein geben.

Myrna Maakaron: Mein Libanon