Foto: DEFA-Stiftung / K.D. Schwarz
Foto: DEFA-Stiftung / K.D. Schwarz

» Kino

Spur der Steine

Auf einer Großbaustelle arbeitet der Brigadier Balla mit seinen Leuten - eine rauhe Truppe, die auch protestiert, wenn die Arbeiten stocken. Um fehlendes Material zu beschaffen, gehen Ballas Leute eigene anarchistische Wege. Bald sieht der neue Parteisekretär Horrath seine Autorität gefährdet. Als die Bauingenieurin Kati auf der Baustelle erscheint, verlieben sich sowohl Balla als auch Horrath in sie. Während Kati bei den Baustellenproblemen mit Balla konform geht, gehört ihre Liebe Horrath, von dem sie ein Kind erwartet. Dieser hat bereits Frau und Kinder.
Die hochbudgetierte Produktion sollte das Studio nach dem 11. Plenum rehabilitieren, doch auch nach diversen Änderungen sah sich die SED zu negativ dargestellt und verbat den Film.

Die von Studierenden der Filmuniversität Babelsberg erarbeitete Ausstellung »Gestört Verhindert Zensiert« beleuchtet das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED des Jahres 1965 und die schwerwiegenden Konsequenzen, die es für das Kultur- und Filmschaffen in der DDR hatte. Mit dem Verbot von insgesamt zwölf Filmen war das DEFA-Spielfilmstudio am schwersten betroffen. Einige Regisseure hatten später keine Möglichkeit mehr, Spielfilme zu drehen oder ihre Projekte wurden besonders scharf überwacht. Die Spielfilmproduktion ging in den folgenden Jahren stark zurück, künstlerische Aufbrüche wurden jäh unterbrochen, es herrschten Einschüchterung und Diffamierung. Begleitend zur Ausstellung zeigt das Kino alle erhaltenen Spielfilme in zumeist neu restaurierten Fassungen.


Zur Foyerausstellung GESTÖRT VERHINDERT ZENSIERT