Schlachtvieh

Eine bunt gemischte Reisegesellschaft begibt sich auf die Fahrt mit einem Nachtschnellzug. Kaum gestartet ereignen sich rätselhafte Dinge: Über Lautsprecher ist eine verschlüsselte militärische Durchsage zu hören, die Telefonverbindung zur Außenwelt ist gekappt und der Zugang zum hinteren Zugteil ist versperrt. Als der Zug an den vorgesehenen Bahnhöfen nicht hält und auch die Notbremse versagt, bricht unter den Reisenden offene Feindseligkeit aus. Vor allem ein Pfarrer mahnt zur Ruhe, während einige andere der Sache auf den Grund gehen wollen.
SCHLACHTVIEH ist ein Lehrstück, das die gesellschaftskritische Gesinnung der Autoren demonstrativ bezeugt. Mag ihre didaktische Absicht für heutige Zuschauer zum Teil auch befremdlich erscheinen, griffen Egon Monk und Christian Geissler doch direkt in die damalige gesellschaftliche Diskussion ein. Vor allem die Kirche reagierte mit wütendem Protest: ""So plakativ und phraseologisch direkt wie hier, aber auch so selbstherrlich und voller Arroganz hat sich bisher selten die Stimme eines einzelnen gegen das Vertrauen in unsere staatliche und gesellschaftliche Ordnung vernehmen lassen dürfen." (Evangelischer Presse-Dienst)

Termine

Egon-Monk-Retrospektive: Das filmische Werk der 60er Jahre