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Rosen für den Staatsanwalt

Das Filmmuseum Potsdam und radioeins (rbb) erteilen bekannten Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Sport und Politik einen Freibrief für die Gestaltung eines Filmabends. Ob anerkanntes Meisterwerk oder umstrittener Streifen - einmal im Monat können Prominente ihren Wunschfilm im Filmmuseum präsentieren und mit radioeins-Filmexperte Knut Elstermann ins Gespräch kommen. Die Wahl des Politikers und Juristen Gregor Gysi fällt auf »Rosen für den Staatsanwalt«, Wolfgang Staudtesbissige Satire auf die bundesdeutsche Justiz der Adenauer-Ära.

Bei einer Verhandlung trifft Rudi Kleinschmidt auf den ehemaligen Militärrichter Schramm, der ihn kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wegen einer Lappalie zu Tode verurteilt hatte. Nur ein Zufall rettete Rudis Leben. Ex-Nazi Schramm aber ist mittlerweile Staatsanwalt und ein angesehener Bürger seiner Kleinstadt.
»Mit bitterer Ironie schildert der zeitkritische Film die Verdrängung faschistischer Vergangenheit und den Fortbestand alter obrigkeitsstaatlicher Tendenzen in der Bundesrepublik.« (Lex. d. int. Films) Den Bundesfilmpreis in Silber für den besten abendfüllenden Spielfilm verweigerte Staudte 1960. Brillant: Martin Held als Staatsanwalt.
Vor dem Film: Gregor Gysi im Gespräch mit Knut Elstermann
Mit Getränkeverkauf in der Pause

Präsentiert von radioeins (rbb) und Märkische Allgemeine Zeitung


Cinéma privé Der ganz private Lieblingsfilm - Gregor Gysi