Rock Around the Clock
Rock Around the Clock

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Rock Around the Clock

Ein Musikproduzent hilft seiner erfolglosen Big-Band-Kapelle wieder auf die Beine, indem er sie auf Rock ?n? Roll umstimmt. Einer attraktiven Tänzerin dieses neuen Stils kommt er dabei auch näher. Mehr noch als der recht dünne Plot dürften es die Liveauftritte von »Bill Haley and His Comets«, »The Platters« und anderer Idole der Zeit gewesen sein, die diesen Film weltweit so erfolgreich werden ließen. Mit der Erweiterung des Musikfilm-Genres erschloss sich Hollywood endültig eine neue Zielgruppe: »? die Großstadtjugend, der es materiell gut geht, die mit sechzehn oder siebzehn Jahren mehr Geld verdient, als frühere Generationen auf der Höhe ihres Berufslebens (...) ohne Religion, ohne Begeisterung, ohne Ziel, ohne Glauben an die Zukunft.« (DIE ZEIT, anlässlich des Kinostarts in Deutschland, 1956).

Mit der Reihe »American 50s« startet das Filmmuseum im Juli eine sommerliche Rundreise durch drei Jahrzehnte amerikanischen Kinos. Los geht es in den 1950ern, einem Jahrzehnt, in dem Hollywood durch große Umbrüche erschüttert wird. Die alten Studios verlieren ihre Vormachtstellung und die Kinos viele Besucher. Die Familien der Baby-Boomer-Generation besiedeln Vororte, das Fernsehen löst den Kinobesuch ab. Doch Hollywood weiß sich zu helfen: Cinemascope, Technicolor und 3D trotzen den Umständen. Alte Genres werden neu belebt und richten sich nun an spezielle, jüngere Zielgruppen, denen gebrochene Helden, verkörpert von James Dean oder Marlon Brando, näher liegen als die Superstars vergangener Tage.


American 50s