Richard Groschopp


Richard Groschopp (1906-1996) war Kameramann und Regisseur, Drehbuchautor, Publizist in Fachzeitschriften, aber auch Buchautor, Dozent für Filmregie, begeisterter Amateurfilmer und Vaterfigur des DDR-Amateurfilms.

Vielseitig und engagiert hat Groschopp gewirkt und Bleibendes hinterlassen: vom ersten international preisgekrönten deutschen Amateurfilm Eine kleine Königstragödie (1935) über schlichte Gebrauchsfilme nach 1945, die zum Aufbau des gerade zerstörten Landes aufrufen und diesen Neuanfang zugleich filmisch festhalten, bis hin zu gelungenen, satirischen DEFA-Stacheltieren und dem Indianerfilm Chingachgook, die Große Schlange (1967). mehr zur Filmreihe

Schon zu Lebzeiten hat Richard Groschopp Teile seiner beruflichen Hinterlassenschaft dem Filmmuseum Potsdam übergeben, nach seinem Tode 1996 und dem Ableben seiner Frau 2001 folgten weitere Materialien: Drehbücher, Arbeitsunterlagen, Briefe und andere Handschriften, Fotos, Presseausschnitte, Preise, Filme und auch Filmtechnik.
Groschopps 100. Geburtstag war nicht nur Anlass zur kritischen Würdigung eines Filmers aus Leidenschaft, sondern auch Gelegenheit, seinen Nachlass in Ausschnitten zu präsentieren.