Die Architekten
Die Architekten

» DDR im Film

Projekttag

Alltag in der Diktatur - Diktatur im Alltag: Die DDR im Film
Wie lebten die Menschen in der DDR? Wovon träumten sie, was bewegte sie? Welche Konflikte bestimmten ihren Alltag? Wie wirkte sich ideologischer und politischer Druck auf ihr Leben aus?
Spielfilme aus der und über die DDR erzählen über die Menschen, die im System des realen Sozialismus an Grenzen stoßen oder sie übertreten. Fast beiläufig geben sie Stimmungen und Atmosphärisches wieder, zeigen Alltägliches und Eigentümliches.

Projekttag
Projektwerkstatt "Lindenstraße" + Filmmuseum bieten an: Führung durch die Gedenkstätte "Lindenstraße 54" Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert und Filme mit Zeitzeugengesprächen im Museumskino

Im ehemaligen Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit in der Potsdamer Lindenstraße 54 können Schüler während eines betreuten Rundgangs am authentischen Ort von den Repressionsmethoden der Staatssicherheit erfahren. Das Filmmuseum Potsdam zeigt Filme, die das Gesehene bestätigen, ergänzen oder auch kontrastieren. In einem anschließenden Gespräch, an dem auf Wunsch Zeitzeugen oder auch Filmautoren teilnehmen, können Fragen, Zweifel und Eindrücke zu Sprache kommen. Ziel dieses Angebotes ist eine lebendige und differenzierte Auseinandersetzung mit der Geschichte.

I. Misstrauen und Unterdrückung
Mit welchen Methoden arbeitete die Staatssicherheit? Wer wurde beobachtet, wer inhaftiert? Wie reflektieren die Opfer die Umstände ihrer Inhaftierung? Wie gehen Angehörige und Freunde damit um? Neuere Dokumentar- und Spielfilme werfen einen Blick zurück, stellen Fragen und geben überraschende Antworten.

Mit dem Gesicht zur Wand
Dokumentarfilm von Stefan Weinert, 2009, 85 min
www.gesichtzurwand.de

Tod im Stasiknast - Warum starb Matthias Domaschk?
Dokumentarfilm von Andreas Richter und Tom Franke, hergestellt von der Stiftung Aufarbeitung, 2006.

Jeder schweigt von etwas anderem
Dokumentarfilm von Marc Bauder und Dörte Franke, 72 min. 2006.
Mit ausführlichem Begleitmaterial für Bildungsarbeit und Unterricht.

Das Leben der Anderen
Spielfilm, D, 2006, Regie: Florian Henckel von Donnersmarck, 137 min.

Wie Feuer und Flamme
Spielfilm, D, 2001, Regie: Connie Walter, 102 min
Nähere Informationen unter www.wiefeuerundflamme.de

II. Repression und Eigensinn - Alltag in der Diktatur / Diktatur im Alltag
Der Besuch der Gedenkstätte wird ergänzt, aber auch kontrastiert durch einen DEFA-Gegenwartsfilm. Filme wie "Solo Sunny", "Spur der Steine", "Die Architekten" oder "Die Flucht" geben, wenn man sie als historische Dokumente liest, einen Eindruck vom Lebensgefühl, vom Alltag aber auch von Konfliktlagen in der DDR. Hergestellt im staatlichen Auftrag und unter staatlicher Kontrolle, aber auch von eigensinnigen Filmkünstlern, meiden sie die offene Konfrontation mit den offiziellen ideologischen Vorgaben und bringen Kritik stattdessen in subtiler, verschlüsselter Form an. Was verraten sie heute tatsächlich über das Leben in der DDR? Was verschweigen sie?
Wie der Film zu seiner Entstehungszeit gewirkt hat, und ob er Realitäten und Stimmungslagen tatsächlich wiedergibt, kann in einem Gespräch mit Zeitzeugen erarbeitet werden.

FILMAUSWAHL
Solo Sunny
Spur der Steine
Die Legende von Paul und Paula
Ete und Ali
Die Architekten
Erscheinen Pflicht
Die Flucht

Dauer: ca. 4-5 h (Projektwerkstatt "Lindenstr. 54": ca. 90 min / 30 min Pause / Filmmuseum Potsdam: 120 - 150 min.)
Preis: pro Schüler 2,50 Euro + 1,50 Euro für Zeitzeugen/ Filmregisseur, Begleitpersonen erhalten freien Eintritt

Kontakt: Beate Rabe T (0049/331) 27181-12/-11
E-Mail: education@filmmuseum-potsdam.de

Catrin Eich (Gedenkstättenlehrerin, Projektwerkstatt "Lindenstraße 54")
projektwerkstatt-lindenstrasse@web.de
/ Tel./Fax.: 0331-2015714