Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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POTSDAM Eine filmische Zeitreise

Zur Ausstellung "Mark und Metropole" im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

Nach dem großen Erfolg der Matineevorstellungen zu Beginn des letzten Jahres lädt das Filmmuseum erneut zu einer filmischen Zeitreise durch die historische Stadt ein. So sind eine "Frühjahrs-Parade in Potsdam" (1910) im ältesten überlieferten Potsdam-Film, aufgenommen vom Weimarer Hoffotografen Louis Held und Sehenswürdigkeiten aus dem Jahr 1926 - in "Ein Tag in Potsdam" (R: Bruno Lindigkeit) - ebenso zu erleben wie ein architekturgeschichtlicher Rundgang:" Das steinerne Antlitz von Potsdam" (R: Heinz-Hermann Schwerdtfeger, 1932). Stadtaufnahmen und Zeitgeschichte verbinden sich im Film Potsdam (R: Kurt Waschneck, 1934), der mit dem selten eingesetzten Ufacolor-Verfahren frühe Farbaufnahmen präsentiert. "Potsdam baut auf" (R: Joop Huisken, DEFA 1946) schildert in Form eines "filmischen Rechenschaftsberichtes" (Günter Jordan) die Aufbauarbeit und die riesigen Probleme der Stadt ein Jahr nach Kriegsende.
Der Hilferuf "Das Potsdamer Stadtschloss in Gefahr" (1959) gegen den Abriss vor fast 50 Jahren verweist auf das jahrzehntelange Ringen um die Wiedergewinnung der historischen Stadtmitte. Die Aufnahmen der Ruinen des Barockschlosses sind passendes Anschauungsmaterial zu den kürzlich begonnenen Bauarbeiten.

Zum Schutz der empfindlichen Filmkopien, die zum nationalen Kulturerbe gehören, können die Filme nicht dauerhaft gespielt werden. Umso erfreulicher ist es, dass wir den interessierten Bewohnern und auch Touristen der Stadt die in Kürze erscheinende DVD "POTSDAM WIEDERENTDECKT - Historische Filmschätze von 1910-1959" ankündigen können. Wir danken dem Bundesarchiv-Filmarchiv, dem Potsdam-Museum und der Medien Bildungsgesellschaft Babelsberg für die hervorragende Unterstützung und Zusammenarbeit.
Mehr Informationen unter: www.filmschaetze-potsdam.de

Zur Ausstellung \"Mark und Metropole\"