Orpheus
Orpheus

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Orpheus
Orphée

Seine Version der Sage von Orpheus und Eurydike siedelte Jean Cocteau im zeitgenössischen Paris an. Er kreierte eine rätselhafte Welt aus Halbschatten, in der sich Spiegel als Tür zum Jenseits öffnen und das Irreale in den Realismus der alltäglichen Bilder drängt. Der Dichter Orpheus will seine geliebte, tödlich verunglückte Frau aus dem Hades retten. Dort kann er sogar erreichen, dass sie ins Leben zurückkehren darf - allerdings nur unter der Bedingung, dass er sie niemals mehr ansieht. Eurydike muss erneut sterben, als Orpheus gegen dieses Gebot verstößt. Am Ende stirbt aber der Tod, Orpheus und Eurydike werden gerettet. Cocteau setzt ein Zeichen für die Unsterblichkeit des Dichters.
Zum ersten Mal seit 1999 zeigt das Filmmuseum Potsdam Cocteaus poetischen Klassiker. Als digitale Fassung (DCP, 2K) ist "Orpheus" wieder in guter Ton- und Bildqualität aufführbar und erhält ein neues Leben auf der Kinoleinwand.

Filmmuseum digital 09/11