Die Schauspielerin Yvonne Merin
Die Schauspielerin Yvonne Merin

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Die Nachlässe von Yvonne Merin und Armin Georgi

Im Juli 2013 konnte das Filmmuseum die Nachlässe von Schauspielerin und Autorin Yvonne Merin und vom Regisseur und Dramaturgen Armin Georgi erwerben. In Merins Hinterlassenschaften finden sich neben imposanten Porträtfotos mit dem Gesicht einer jungen Schauspielerin der frühen DEFA-Jahre, zahlreiche Produktionsunterlagen und Werkfotos, die Einblick in ihre wechselvolle Karriere geben. Für Familienforscher stellen die zahlreichen Privatfotos und persönlichen Dokumente zur Familie von Brandenstein - Yvonne Merins Elternhaus - eine wahre Fundgrube dar. Im Nachlass von Armin Georgi wird der Lebensweg eines DEFA-Dokumentarfilmregisseurs durch persönliche Dokumente, Fotos und zahlreiche Produktionsunterlagen nachvollziehbar.

aus der Sanmmlung Merin
Yvonne Merin erhielt 1947 einen Ausbildungsvertrag von der Spielfilmproduktion der DEFA und studierte in deren Nachwuchsabteilung, später Nachwuchsstudio. Ihr Debüt gab sie in der Rolle der Anne Treibel in Quartett zu fünft (1949, R: Gerhard Lamprecht). In der Zusammenarbeit mit Regisseur Kurt Maetzig - mit dem sie neun Jahre verheiratet war - kam es dann zu eindrucksvollen Darstellungen in Die Buntkarierten (1949), Der Rat der Götter (1950) und Roman einer jungen Ehe (1952). Von 1954 bis 1956 gehörte sie dem Ensemble des Hans-Otto-Theaters Potsdam an, ging danach aber andere Wege und machte von 1959 bis 1960 eine Ausbildung in der Gärtnerei Karl Foerster Potsdam-Bornim. Bevor sie dem Spielfilm endgültig den Rücken kehrte, war sie noch einmal in Maibowle (1959) und Ach, du fröhliche… (1962) von Günter Reisch zu sehen. Seit 1961 arbeitete sie als freischaffende Autorin und Dramaturgin für das DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme, später für das DEFA-Studio für Kurzfilme. Sie war seit 1960 mit Armin Georgi verheiratet, lebte in Potsdam-Babelsberg, wo sie am 15.6.2012 verstarb.

aus der Sammlung Georgi
Armin Georgi, ein gelernter Metallarbeiter, siedelte 1946 in die Sowjetische Besatzungszone nach Leipzig, wo er als Former bei den VEB Leipziger Eisen- und Stahlwerken arbeitete. 1947 bis 1950 studierte er an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. 1954 erhielt Georgi das Angebot der DEFA, als Dramaturg für Landwirtschaft und Biologie im DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme zu arbeiten, war bis 1967 als Dramaturg, später als Hauptdramaturg tätig. Ab 1969 arbeitete er dann als Regisseur bis zu seiner Pensionierung 1989 im DEFA-Studio für Kurzfilme (später DEFA-Studio für Dokumentarfilme). Er starb am 25.4.2013 in Potsdam.