Mediterranea

Ayiva und Abas fliehen aus Burkina Faso nach Europa. Als »Wirtschaftsflüchtlinge« stehen sie auf der untersten Stufe der Flüchtlingshierarchie und stoßen auf weitaus weniger Verständnis als die Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien. In der algerischen Wüste ausgeraubt, in Libyen vom Schlepper im Stich gelassen, das Mittelmeer nur knapp überlebt, hausen sie in Italien in Slums und werden als Erntearbeiter ausgebeutet.
Es ist die wahre Geschichte des Hauptdarstellers Koudous Seihon, die Regisseur Jonas Carpignano in seinem (ersten) Spielfilm - mit dokumentarischen Zügen - erzählt. Dafür begleitete er die Flüchtlinge über viele Monate und konnte sich doch einen distanzierten Blick bewahren. So ist Mediterranea ein Film, der Gewissheiten in Frage zu stellen und den Blick weit zu öffnen vermag.

Ausgesuchte aktuelle Filme - im Original mit Untertiteln oder synchronisiert - die durch die immer schnellere Auswertungskette viel zu kurz in den Kinos zu sehen sind, können Sie im Filmmuseum auf großer Leinwand genießen. Bei uns sollen Sie nichts verpassen!

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