Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

» Kino

Leuchte mein Stern, leuchte
Gori, Gori, Moja Sewesda

Iskremas, ein junger, naiver Künstler, voller Leidenschaft für seine Ideale, zieht mit Pferd und Wagen über Land und macht in einer kleinen südrussischen Stadt Halt. In stetem Wechsel zwischen belustigenden und zutiefst erschütternden Szenen, als Spielball zwischen Weißen und Roten, folgt Iskremas - grandios gespielt von Oleg Tabakow - seiner Mission, den Massen die Kunst der Revolution nahe zu bringen. Auch wenn ihm der wendige Kinovorführer sein Publikum stiehlt, bei seiner Theater-Aufführung beinahe das Haus abbrennt und sein Freund, der Maler, einen sinnlosen Tod stirbt, glaubt er weiter an die Botschaft seiner Jeanne d’Arc: "Menschen, ich hatte euch lieb!" Die stilisierte Parabel über ein Künstlerschicksal zu Beginn der 1920er Jahre des vorigen Jahrhunderts thematisiert die Spannung zwischen Künstler und Macht, Freiheit und Dogma - nicht als Drama, sondern als Komödie.

Erinnerung an eine Utopie