Motivfoto aus "Der Weltkrieg" (R: Leo Lasko, D 1926/27)
Motivfoto aus "Der Weltkrieg" (R: Leo Lasko, D 1926/27)

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Leo Lasko

"Der Weltkrieg" - Motivfotos aus Leo Laskos Kompilationsfilm von 1926/27

Leo Lasko erzählt in seinem Film "Der Weltkrieg" die Geschichte des Krieges mit historischem Filmmaterial und nachgestellten Szenen; Re-Enactment gehört seit den frühen Jahren des Kinos im News- bzw .Nachrichten-Bereich besonders für die Kriegsberichterstattung zur üblichen Praxis. Die heute in den Sammlungen des Filmmuseums Potsdam vorhandenen Fotosätze zu Laskos Film - 20 Motive des 1. Teils und 15 Motive des 2. Teils - stammen aus den Archiven der 1936 auf dem Ufa-Gelände in Babelsberg eröffneten Ufa-Lehrschau.

Truppentransport
Leo Lasko, geboren 1885 in Hamburg und mit bürgerlichem Namen Leo Schlamme, begann seine künstlerische Karriere als Theaterschauspieler. Seit 1912 in Berlin lebend, kam er in Berührung mit der Filmbranche und konnte 1914 seinen ersten Film "Zum verliebten Kakadu" inszenieren. Nach dem Kriegsdienst nahm er 1918 die Filmarbeit wieder auf und schuf bis Anfang der 1930er Jahre etwa 25 Filme unterschiedlichster Genres: Dramen, Melodramen, Komödien, Abenteuerfilme. Anderthalb Jahre arbeitete er an dem zweiteiligen Kompilationsfilm "Der Weltkrieg", dessen 1. Teil "Der Weltkrieg. Des Volkes Heldengang" 1927 und 2. Teil "Der Weltkrieg. Des Volkes Not" 1928 aufgeführt wurde.

Nach Machtantritt der Nationalsozialisten als jüdischer Regisseur vom Arbeitsverbot betroffen und aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen, emigrierte Lasko 1936 nach England. Der Versuch, erneut in der Filmbranche tätig zu werden, schlug fehl. Lasko verstarb 1949 im Londoner Stadtteil Kensington.

Soldaten im U-Boot
Der Weltkrieg
1. Teil. Des Volkes Heldengang, 2. Teil. Des Volkes Not
Deutschland 1926/27 Dokumentarfilm
Regie: Leo Lasko; Drehbuch: George Soldan (Konzept), Erich Otto Volkmann (Bearbeitung)
Kamera: Svend Noldan (Trickaufnahmen), Fritz Arno Wagner, Ewald Daub, Hanns Scholz,
Konstantin Tschel (Zusatzaufnahmen); Optische Spezialeffekte: Oskar Fischinger; Bauten: Carl Ludwig Kirmse; Musik: Marc Roland (Kino-Musik); Produktion: Universum-Film AG (Ufa) (Berlin)