Kurzfilmprogramm: Porträts aus dem Arbeitsleben

Zur Ausstellungseröffnung am 25.11. präsentieren wir Kurzdokumentarfilme, die versuchen, stellvertretend die neue deutsche Arbeitsgesellschaft zu bezeugen. Aus heutiger Sicht überrascht dabei der Reichtum und die Raffinesse der Bildsprache. Programmatisch zeigt Heimat ist Arbeit (R: Bernhard Redetzki, BRD 1949), wie Vertriebene sich ihre neue Heimat erarbeiten müssen. Während Das Männerschiff (R: Walter C. Türck, BRD 1951) beobachtend an der rauen Arbeit von Fischern teilnimmt, dokumentiert Licht in der Nacht (R: Walter Brandes, DDR 1950) das Leben eines Leuchtturmwärters in einem albtraumartigen, fesselnden Stil. Im Auftrag der Handwerkskammer feiert In unseren Händen (R: Arthur J. Dinkel, BRD 1950) schließlich die Beständigkeit handwerklicher Arbeit und ihrer Erzeugnisse, bis hin zu den Kirchenbauten für die Ewigkeit- die jenseits des Films noch in Trümmern liegen.
Einführung: Stephan Ahrens
(Filmmuseum Potsdam)

Termine

ARBEIT|S|LEBEN. Mensch und Ökonomie im Kino 1945-1962

In den Trümmern des Zweiten Weltkriegs müssen die Deutschen, die selber körperlich, seelisch und moralisch ruiniert sind, einen Alltag wiederfinden. Und sie finden diesen rasch im Arbeitsleben. Die Ausstellung»ARBEIT|S|LEBEN Mensch und Ökonomie im Kino 1949-1962« vollzieht nach, wie Spiel- und Dokumentarfilme in den beiden deutschen Staaten Arbeiten als menschliche Tätigkeit ins Bild setzen. Manchmal komisch, manchmal tragisch - der Film hält den Kreislauf von Arbeitszeit und Freizeit in Bewegung. Die Ausstellung wird begleitet durch eine umfangreiche Film- und Veranstaltungsreihe.