Christel Gräf und Klaus Wischnewski bei der Verleihung des Heinrich-Greif-Preises (1988) - Foto: Günter Linke
Christel Gräf und Klaus Wischnewski bei der Verleihung des Heinrich-Greif-Preises (1988) - Foto: Günter Linke

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Klaus Wischnewski

Klaus Wischnewski


Dramaturg, Autor

11.12.1928

Geboren in Kolberg

1949 - 1953

Studium der Kulturpolitik und der Publizistik in Leipzig sowie der Theaterwissenschaft in Weimar

1953

Diplom-Theaterwissenschaftler

1953 - 1958

Dramaturg und Regieassistent am Maxim-Gorki-Theater in Ost-Berlin

1956

Freier Kritiker und Autor zu Theater und Film

1958

Dramaturg im DEFA-Studio für Spielfilme.

1959

Bei Gründung der Künstlerischen Arbeitsgruppe in der DEFA wird er Mitglied Gruppe "Berlin". Im selben Jahr wird er stellvertretender Chefdramaturg, im Jahr darauf Chefdramaturg.

1960

Für die Gemeinschaftsproduktion der DEFA mit Frankreich Trübe Wasser (R: Louis Daquin) ist Wischnewski Co-Autor.

1960

Gemeinsam mit dem neu eingesetzten Studiodirektor Jochen Mückenberger, dem stellvertretenden Kulturminister Günter Witt und dem neuen Parteisekretär des Studios Werner Kühn setzt er eine grundlegende Reformierung und Demokratisierung des Studios in Gang.

1964

Im Zusammenhang mit dem Abbau des Zentralismus im Spielfilmstudio wird die Stelle des Chefdramaturgen abgeschafft.

1965 - 1966

Leiter der Künstlerischen Arbeitsgruppe "Heinrich Greif", in der die nach dem 11. Plenum des ZK der SED verbotenen Filme Spur der Steine (R: Frank Beyer), Fräulein Schmetterling" (R: Kurt Bartel), Berlin um die Ecke (R: Gerhard Klein), Karla (R: Herrmann Zschoche) und Denk’ bloß nicht ich heule (R: Frank Vogel) hergestellt wurden.

1966

Wischnewski wird wegen verantwortlicher Beteiligung an mehreren im Zusammenhang mit dem 11. Plenum verbotenen Filmen entlassen.

1967 - 1976

Trotz des über ihn verhängten Berlin-Verbots wird er Dramaturg am Deutschen Theater in Ost-Berlin.

1971

Unter dem Pseudonym Peter Ahrens beginnt Wischnewski wieder Filmkritiken zu schreiben.

1983

Mitglied des PEN-Zentrums der DDR

1976 - 1984

Chefdramaturg am Deutschen Theater

1984 - 1991

Autor und Dramaturg im DEFA-Dokumentarfilmstudio

1989 - 1990

Wischnewski dreht über seinen Freund, den ehemaligen Direktor und Dramaturgen der DEFA, Walter Janka, den Dokumentarfilm Aufgeben oder neu beginnen.

1991 - 1993

Programmdirektor der Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche

1994

Mitverfasser der Bücher "Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946 - 1993" und im darauf folgenden Jahr "Vor der Kamera. 50 Schauspieler in Babelsberg".

30.04.2003

Gestorben in Berlin.