Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

» Kino

Kinder vor Gericht

August Schulze schlägt sich als Straßenverkäufer durch. Seine Familie muss die kleine Wohnung mit dem Ganoven Paule teilen. Der verführt die minderjährige Tochter Hete und bedroht sie anschließend. Sie behauptet daraufhin, der eigene Vater habe sie genötigt. August wird verhaftet und verurteilt. Als Hete ihre fatale Notlüge eingesteht, hat der Verzweifelte sich schon das Leben genommen.
Das tragische Sozialdrama, das mit den Mitteln des Milieufilms der 20er Jahre arbeitet, "richtet sich insbesondere gegen die Praxis des Indizienbeweises und der faktisch beeideten Zeugenaussage von Kindern vor Gericht, gegen eine unmenschliche, mechanisch funktionierende Klassenjustiz."
(Deutsche Spielfilme von den Anfängen bis 1933)

Jugend und Knast