Jerichow

Jerichow ist ein Ort irgendwo in der Provinz im Nordosten Deutschlands, der im Film nur aus Baumalleen, einsam in die Landschaft verstreuten Häusern und einem Einkaufszentrum zu bestehen scheint. In Petzolds Film wird dieser Un-Ort, teils unter Verwendung grandioser Landschaftsaufnahmen, zur Kulisse eines Dramas, das sich um drei Entwurzelte entspinnt: Thomas, ein arbeitsloser ehemaliger Soldat, zieht in das renovierungsbedürftige Haus seiner verstorbenen Mutter; zufällig begegnet er Ali, einem türkischstämmigen Unternehmer, und wird von ihm als Fahrer angeheuert. Die Dritte im Bunde ist Alis Frau Laura, die vor den Augen ihres Ehemannes eine Affäre mit Thomas beginnt. In gegenseitige Abhängigkeiten verstrickt, steuern die drei auf eine Tragödie zu. Der meisterlich inszenierte, intensiv gespielte Thriller ist zugleich eine überzeugende Parabel über die Abhängigkeitsverhältnisse in einer vom Kapital regierten Gesellschaft.

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