Im Himmel, unter der Erde. Der Jüdische Friedhof Weißensee
Im Himmel, unter der Erde. Der Jüdische Friedhof Weißensee

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Im Himmel, unter der Erde. Der Jüdische Friedhof Weißensee

Auf dem jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee atmet seit 1880 jeder Grabstein Geschichte, symbolisiert jede Säule und jeder Stein mehr als ein gelebtes Leben. Der Friedhof ist wie ein lebendiges Geschichtsbuch, das die Shoah überlebte, und noch heute einer der wichtigsten jüdischen Orte inmitten der deutschen Hauptstadt. Zwischen alten Kiefern, Efeu und Hecken wurden und werden auf dieser über 40 Hektar großen Anlage im Norden der Stadt wichtige und berühmte, aber auch wenig bekannte Juden zu Grabe getragen. Mehr als 115.000 Gräber gibt es inzwischen. Schlichte Steine, in die lateinische, hebräische oder kyrillische Namen gemeißelt wurden, stehen neben prächtigen Mausoleen und Familiengräbern aus der Zeit des Jugendstils und des Art Deco. Künstler, Schriftsteller, Philosophen, Juristen, Architekten, Ärzte, Rabbiner und Religionslehrer, bedeutende Kaufleute und Verleger sind dort beerdigt. Britta Wauers Film wurde zum Publikumspreisträger bei der diesjährigen Berlinale gekürt.

17. Jüdisches Filmfestival Berlin Potsdam 2011 05/11