Ich war neunzehn
Ich war neunzehn

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Ich war neunzehn

Der junge Deutsche Gregor Hecker, der zu Beginn der faschistischen Diktatur mit seinen Eltern nach Moskau emigrierte, kehrt in den letzten Kriegstagen als Leutnant der Roten Armee in sein Heimatland zurück. Täglich begegnet er Deutschen, die er gerne verstehen möchte - vom Mitläufer bis zum eingefleischten Faschisten. Doch langsam begreift er, dass es "die Deutschen" nicht gibt und dass es nicht reicht, nur von einer neuen, gerechteren Gesellschaft zu träumen. Als Fremder in der alten Heimat beschließt er, in Deutschland zu bleiben. Die Geschichte eines jungen Emigranten, der zwischen die Fronten gerät; ein eindringlich und psychologisch genau erzählter Film, ergreifend in seiner inneren Zerrissenheit und Selbstsuche.
Das Drehbuch reflektiert Konrad Wolfs Erlebnisse bei seiner Annäherung an Deutschland, als er, selbst Emigrantensohn und Leutnant der Roten Armee, 1945 in sein Vaterland zurückkehrte. Es ist sein persönlichster Film. Realisiert wurde er unter anderem in den Neuen Kammern im Park Sanssouci, die die Kulisse für eine ausgelassene Feier sowjetischer Soldaten zum 1. Mai mit Pelmeni, Wodka und einer Feuerwehrkapelle abgibt.

Filmschauplatz des Monats 05/11