Heute sterben immer nur die anderen (Foto: Pufahl)
Heute sterben immer nur die anderen (Foto: Pufahl)

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Heute sterben immer nur die anderen

Siegfried Kühn studierte Anfang der 1960er Jahre an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg und an der Moskauer Filmhochschule bei Sergej A. Gerasimov. Noch in Moskau, wo er am Satire-Theater arbeitete, realisierte er mit »Sie kommen nicht wieder« sein Filmdebüt. 1966 in die DDR zurückgekehrt, entstand 1969 nach einer Assistenz bei Günter Reisch mit »Im Spannungsfeld« sein erster Spielfilm bei der DEFA. Zu den wichtigsten Arbeiten des stilistisch innovativen Regisseurs zählen »Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow« sowie der internationale Erfolg »Die Schauspielerin«. Der Filmabend gratuliert Siegfried Kühn nachträglich zum 80. Geburtstag.

Auf Wunsch von Siegfried Kühn zeigen wir seinen Spielfilm Heute sterben immer nur die anderen . Nach einer Erzählung von Charlotte Worgitzky nimmt er das bis heute stark umstrittene und zum Teil tabuisierte Thema Sterbehilfe in den Blick. Die Hauptfigur Maria, gespielt von Gudrun Ritter, muss sich der Diagnose Krebs stellen, sie begreift, dass sie bald sterben wird. Lisa und Hanna, Freundinnen aus frühen Tagen, reagieren ganz unterschiedlich. Während sich Lisa (Ulrike Krumbiegel) einer wirklichen Auseinandersetzung verweigert, entscheidet sich Hanna (Katrin Sass), trotz der eigenen Ängste, für aktive Sterbehilfe.
Anschließend: Gespräch mit Regisseur Siegfried Kühn und den Darstellerinnen Katrin Sass und Ulrike Krumbiegel, Moderation: Jeannette Eggert (Medienwissenschaftlerin)

Mit freundlicher Unterstützung der DEFA-Stiftung.


Carte blanche für Siegfried Kühn