Hauptmann Florian von der Mühle
Hauptmann Florian von der Mühle

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Hauptmann Florian von der Mühle

Am 9. August 2011 verstarb der DEFA-Regisseur Werner W. Wallroth. Wir gedenken seiner mit der Aufführung seiner bekanntesten Komödie "Hauptmann Florian von der Mühle": Schlagkräftig und charmant ist Hauptmann Florian von der Mühle. Das Ende der Napoleonischen Kriege im Jahr 1815 bringt ihm aber zunächst kein Glück. Sein gesamtes Vermögen ist mit den Bauernfreischärlern dahin, so dass ihm Geld fehlt, um seine kriegszerstörte Mühle zügig wiederaufzubauen. Doch so leicht lässt er sich nicht unterkriegen. Als Polizeihäscher ihn wegen Rückstand von Pacht und Steuer verhaften sollen, flieht er und macht sich auf den Weg zum Wiener Kongress: Dort will er sein Recht einfordern. Ein ähnliches Ziel verfolgt die junge Duchessa von Guastalla, die in geheimer Mission mit einem Brief von Napoleon zu Kaiser Franz II. reist. Nur das beherzte Eingreifen von Florian rettet sie vor einer Räuberbande. Der mit leichter Hand inszenierte, ironisch gefärbte Mantel- und Degen-Film war der erste DEFA-Film im 70mm-Format. So bestechen reiches Dekor, historische Kostüme und die aufwendige, musikalisch-tänzerische Begleitung. Manfred Krug brilliert in einer Paraderolle, Regisseur Werner W. Wallroth nennt als Vorbild "Fanfan, der Husar" mit Gérard Philippe. Drehorte waren u. a. in Potsdam im ehemaligen Großen Militärwaisenhaus und in Schloss Lindstedt. (PROGRESS Film-Verleih)

Zum Tod von Werner W. Wallroth