DIE NIBELUNGEN. Mythos, Alltag und Moderne

Anläßlich des 100. Jubiläums der Firmengründung widmet sich das Filmmuseum Potsdam in drei Foyerausstellungen wichtigen Aspekten der künstlerisch innovativen wie turbulenten Geschichte der Ufa und unterstreicht die nachhaltigen Effekte auch für das heutige Kino. Im Mittelpunkt der Themen stehen "Star und Vermarktung", "Mythos und Moderne" sowie "Trick und Farbe".

DIE NIBELUNGEN. Mythos, Alltag und Moderne
07.09. - 03.12.17 Foyerausstellung

"Die Nibelungen"-Saga kannte nach dem Ersten Weltkrieg jedes Kind. Sie galt als der Nationalepos schlechthin, geprägt von den künstlerischen Verarbeitungen Friedrich Hebbels und Richard Wagners. Doch die Ufa wollte 1923 mehr als nur ein Volksgut verfilmen. Fritz Langs zweiteiliger Film sollte als allgemeingültige Ausgestaltung der Sage dem ganzen deutschen Volk, nicht nur den Opern- und Theatergängern, die Welt der Nibelungen zeigen, wie sie in den Babelsberger Studios aufgebaut wurde. Als Medienkonzern vermarktete die Ufa ihr Sagen-Bild nicht nur über den Film, sondern auch über Sammelbilder, Postkarten und andere Werbemittel.

Die Ausstellung zeigt, wie nachhaltig der Ufa-Film über einen Mythos voller geschichtsbestimmender Kräfte wirkt. Werbeobjekte aus den 1920er Jahren erzählen zusammen mit akuellen Merchindising-Artikeln, wie der Filmvertrieb die Nibelungen-Saga in unseren Alltag trägt. Zu der vielfältigen Exponat-Auswahl gehören die originalen Gemälde, die der österreichische Maler Franz Köck als Vorlage für die "Nibelungen"-Werbekampagne entwarf und die erstmals vollständig präsentiert werden."
Bis in die Hobbit-Verfilmungen Peter Jacksons lässt sich ein Einfluss der Ufa erkennen.

Die begleitende Filmreihe verfolgt die filmhistorischen Entwicklungen im Umgang mit dem Mythenstoff, von Fritz Lang bis Peter Jackson."

Vorschau:
07.12.2017 bis 25.02.2018 "Münchhausen. Lügen in Agfacolor" Foyerausstellung

Flyer zur Ausstellung und Filmreihe