Raimund Schelcher und Gisela Uhlen in "Der Prozeß wird vertagt" - Foto: E. Neufeld
Raimund Schelcher und Gisela Uhlen in "Der Prozeß wird vertagt" - Foto: E. Neufeld

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Gisela Uhlen

Biographie


eigtl. Gisela Friedlinde Schreck

16. Mai 1919

Geboren in Leipzig

Ausbildung an der Tanzschule von Mary Wigman und Schauspielunterricht

1936

Gisela Uhlen in \"Annemarie\"
Filmdebüt in der Titelrolle des Films Annemarie (R: Fritz Peter Buch)

1937

Engagement am Theater in Bochum

1938

Uhlen geht nach Berlin ans Schiller-Theater und beginnt, regelmäßig für den Film arbeiten. Sie agiert an der Seite der männlichen Filmprominenz der Zeit und spielt gemeinsam mit Emil Jannings, Gustaf Gründgens, Heinrich George und anderen. Bis Kriegsende spielt sie in fast 20 Filmen.
Gisela Uhlen in \"Der Tanz auf dem Vulkan\" aus dem Jahre 1938
Gisela Uhlen in \"Morgen werde ich verhaftet\" aus dem Jahre 1939

Gisela Uhlen in \"Die unvollkommene Liebe\" aus dem Jahre 1940
Gisela Uhlen in \"Schicksal\" aus dem Jahre 1942

Gisela Uhlen und Marina von Ditmar in \"Die beiden Schwestern\" aus dem Jahre 1944
Gisela Uhlen in \"Der stumme GAst\" aus dem Jahre 1945


1949

Eine große Liebe (R: Hans Bertram) ist ihr erster Nachkriegsfilm, für den sie auch als Co-Drehbuchautorin tätig ist.

Gisela Uhlen in der \"Der fallende Stern\" im Jahre 1950


1954

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Wolfgang Kieling kommt sie in die DDR und spielt am Deutschen Theater.

1955

Gisela Uhlen In \"Robert Mayer - Der Arzt aus Heilbronn\" - Foto: DEFA-Kowalewsky
Erstmals spielt Uhlen für die DEFA im Film Robert Mayer - Der Arzt aus Heilbronn von Helmut Spieß. Sie hat in der zweiten Hälfte der 50er Jahre regelmäßig Verpflichtungen bei der DEFA.

1958

Gisela Uhlen in \"Der Prozeß wird vertagt\" - Foto: E. Neufeld
Sie übernimmt die Hauptrolle in dem Film Der Prozeß wird vertagt von Herbert Ballmann. Im Deutschen Fernsehfunk moderiert sie ein Frauenmagazin.

1959

Nach fünf Spielfilmen für die DEFA ist sie letztmalig in Reifender Sommer (R: Horst Reinecke) in einer DDR-Produktion beschäftigt.
Günther Simon und Gisela Uhlen in \"Das Traumschiff\" aus dem Jahre 1956
E. O. Fuhrmann und Gisela Uhlen in \"Emilia Galotti\" aus dem Jahre 1958


1960

In die BRD zurückgekehrt arbeitet sie vor allem fürs Fernsehen.

1978

Zu den wenigen Kinospielfilmen, an denen sie mitwirkt, gehört Die Ehe der Maria Braun (R: R. W. Fassbinder), in dem sie die Rolle der Mutter spielt. Es ist ihr vorletzter Film fürs Kino. 1979 erhält sie für ihre Mitwirkung an dem Film den Bundesfilmpreis.

1982

Sie gründet eine eigene Wanderbühne.
Im Fach der Salondame im Boulevardtheater zählt Gisela Uhlen noch heute zu den erfolgreichen Schauspielerinnen. Immer wieder wird sie auch für das Fernsehen verpflichtet. Zwischen 1989 und 2006 wirkt sie an der Fernsehserie Forsthaus Falkenau mit, in der sie letztmalig am 22. Dezember 2006 zu sehen ist.


Sie ist sechsmal verheiratet, u. a. mit dem Flieger, Drehbuchautor und Regisseur Hans Bertram (* 1906 - † 1993), mit dem Schauspieler Wolfgang Kieling (* 1924 - † 1985) und dem Regisseur Herbert Ballmann (* 1924). Ihre Tochter aus der Ehe mit Kieling, Susanne Uhlen, ist ebenfalls Schauspielerin.

16. Januar 2007

Gestorben in Köln