Frauen in der Leichtindustrie

Zur Ausstellung uni-form? Körper, Mode und Arbeit nach Maß

»Was empfinden wir als schön?«, fragt der Kurzfilm Mathematik der Schönheit sein Publikum. Im typischen Modus eines Kulturfilms mit Laiendarstellern produziert, wird über die Maßstäbe von Schönheit nachgedacht. Ist das Schöne mithin berechenbar? Und gilt dies für beide Geschlechter?

Die Eigenproduktion Frauen in der Leichtindustrie aus dem Textilkombinat Cottbus porträtiert die zeitgenössischen Herstellungsmethoden in der Kleiderkonfektion, widmet sich der Modernisierung der Spinnmaschinen und Webstühle, bietet Einblicke in die Näherei und führt in die Stoffdesignabteilung und Modellentwicklung. Der als Betriebsbesichtigung angelegte, in Farbe gedrehte Film thematisiert – - ein beliebtes Sujet in DDR-Dokumentarfilmen über Industriebetriebe - zudem– die Weiterbildung von Mitarbeiterinnen, ihre Karriere- und innerbetrieblichen Aufstiegsmöglichkeiten und dokumentiert den Alltag einer leitenden Textilingenieurin.
Einführung: Ursula von Keitz (Filmmuseum Potsdam)

Die Ausstellung »uni-form? Körper, Mode und Arbeit nach Maß« im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte widmet sich anhand von historischen Exponaten und künstlerischen Arbeiten der Geschichte der seriellen Bekleidungsproduktion. Von den ersten Mustergrößen für die Uniformherstellung über zahlreiche Größensysteme der Konfektion bis hin zu statistischen Reihenmessungen und digitalen Messverfahren hält das Ringen um die richtige Passform für möglichst viele Menschen bis heute an. Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm ergänzt die Ausstellung- das Kino des Filmmuseums zeigt Spiel- und Dokumentarfilme zum Thema.


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Zur Ausstellung uni-form? Körper, Mode und Arbeit nach Maß