Francofonia

Zu Beginn ist Regisseur Alexander Sokurov (»Russian Ark«) per Skype mit einem Schiffskapitän verbunden, dessen Fracht, Kulturgut, im Sturm gefährdet ist - eine Metapher für das Museum als eine vom Untergang bedrohte Arche des Menschseins. Dann beginnt eine Reise durch die Säle des Louvre, auf der mal Napoleon, mal die französische Nationalfigur Marianne, mal Hitler vorbeischauen und die als schwebende Collage aus Footage, Re-enactment und animierten Elementen montiert ist. Besonders hervorgehoben wird die durch ihre Liebe zur Kunst entstandene Freundschaft zwischen dem deutschen Offizier Franz Graf Wolff-Metternich und dem Louvre-Direktor Jacques Jaujard, durch die die Kunstschätze des Louvre im Zweiten Weltkrieg bewahrt werden konnten. Ein fulminanter filmischer Essay über die Kunst als zivilisatorisch-humane Kraft, das Verhältnis von Kunst und Macht sowie europäische Geschichte.

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