Foto: Hartkopf / DEFA-Stiftung
Foto: Hartkopf / DEFA-Stiftung

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Fräulein Schmetterling

Ein poetisches Alltagsmärchen über die Sehnsucht nach Freiheit und persönlicher Entfaltung: Nach dem Tod ihres Vaters müssen sich die 18-jährige Helene Raupe und ihre kleine Schwester Asta, die mitten in einem Berliner Abbruchwohngebiet leben, allein zurechtfinden. Helene werden von der Arbeitsvermittlung verschiedene Jobs angeboten, aber sie scheitert darin regelmäßig und träumt stattdessen von einer Karriere als elegante Stewardess.
Der nach einem Drehbuch von Christa und Gerhard Wolf entstandene Film gewährt tiefe Einblicke in das Berliner Alltagsleben der 1960er Jahre. In der Produktion abgebrochen, konnte der Film wegen fehlender Materialien nur noch als Dokumentation der überlieferten Einstellungen nach dem Originaldrehbuch rekonstruiert werden. Eine aktuell bearbeitete Fassung ist nun erstmals in Potsdam zu sehen.
Vor dem Film: Buchpräsentation »Verbotene Utopie. Die SED, die DEFA und das 11. Plenum« mit den Herausgebern Andreas Kötzing und Ralf Schenk, Moderation: Ursula von Keitz (Filmmuseum Potsdam)

Begleitend zur Foyerausstellung zeigt das Kinozumeist neu restaurierte Fassungen aller erhaltenen Filme, die durch das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED im Jahr 1965 verboten wurden. Die Ausstellung, die von Bachelor-Studierenden der Filmuniversität Babelsberg erarbeitet wurde, beruht auf Recherchen in den Sammlungen des Filmmuseums und weiterer Archive.



Zur Foyerausstellung GESTÖRT VERHINDERT ZENSIERT