Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Foyerausstellung mit Fotos und einem Buch von Daniela Keiser + Lesung Julia Franck und Peter Stamm + Fotoprojektion Daniela Keiser

Die Züricherin Daniela Keiser gehört mit ihren Rauminstallationen, Objekten und Fotoserien zu den wichtigsten Schweizer Gegenwartskünstlerinnen. Für eine Serie von 150 Fotos fotografierte sie Freilichtfilmkulissenbauten in acht europäischen Ländern. In Deutschland im Filmpark und im Studio Babelsberg. An Drehorten weltbekannter Filme, so in Cinecittà in Rom oder den Cinema Studios Tabernas in Andalusien (wo u.a. der
Italo-Western "Spiel mir das Lied vom Tod" gedreht wurde) entstanden in mehreren Jahren Fotografien, die sich zum Bild einer fiktiven Stadt fügen. In einer Foyerausstellung zeigt das Museum ausgewählte Arbeiten aus dieser Serie und stellt das gleichnamige Kunstbuch vor. Daniela Keiser hat fünf Autoren - darunter die mit dem Deutschen Buchpreis 2007 geehrte Julia Franck, die Berliner Autorin Judith Kuckart und den renommierten Schweizer Autoren Peter Stamm - dazu angeregt, die imaginäre Stadt mit Figuren und Geschichten zu beleben. Zur Eröffnung der Ausstellung am 24. Januar lesen Franck und Stamm ihre Texte und Keiser zeigt alle Bilder der Serie in einer Projektion. In dem Text von Julia Franck treten Zwillinge auf. Frau Franck ist selbst ein Zwilling und spielte 1975 als Vierjährige mit ihrer Schwester Cornelia und mit Nina Hagen in dem DDR-TV-Film "Heute ist Freitag", der im Anschluss an die Lesung gezeigt wird.

DIE STADT. Filmarchitekturen