Ein Ende von Potsdam
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Ein Ende von Potsdam

Das Kriegsende 1945 steht im Mittelpunkt der diesjährigen »Potsdamer Gespräche«. Bis Dezember nehmen Expertinnen und Experten der Potsdamer Kultur- und Forschungseinrichtungen im Filmmuseum Potsdam das Leben in Brandenburg nach dem Krieg in den Blick und diskutieren einzelne Facetten der Nachkriegszeit. Dazu werden Dokumentaraufnahmen aus der Region sowie Spielfilme zum Thema gezeigt.

1945 liegt Potsdams Innenstadt in Trümmern. Von drei Menschen, die dieses Inferno erleben, erzählt der Dokumentarfilm Ein Ende von Potsdam. Der Abiturient Enno Stephan muss zuschauen, wie sein Freund als Wehrdienstverweigerer in den letzten Kriegstagen standrechtlich erschossen wird. Die Ufa-Schauspielerin Maria Milde geht der Roten Armee entgegen und wird vergewaltigt. Der Maler Werner Nerlich kehrt, übergelaufen an der Ostfront, in der Uniform der Roten Armee in seine Heimatstadt zurück. Auch Jahrzehnte später sind alle drei zutiefst betroffen von ihren Erlebnissen. Nichts hat sie - wie viele ihrer Generation - später mehr geprägt. Der 1995 entstandene Film ist inzwischen selbst ein wichtiges Zeitdokument der Geschichte Potsdams geworden.
Anschließend: Podiumsdiskussion mit Hans-Dieter Rutsch (Regisseur) und Johannes Unger (RBB)
Moderation: Dr. Martina Weyrauch (BLzpB)
Mit Getränkeempfang im Foyer

Anlässlich der Vorführung von Ein Ende von Potsdam wird im Museumsfoyer ein Objekt aus dem Nachlass von Maria Milde (1921-2005) präsentiert.

Eine Veranstaltung von Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte und Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum Potsdam.


Potsdamer Gespräche 1945 - Brandenburg nach dem Krieg