Du sollst nicht lieben
Einayim Pkuhot

Die diesjährige schwule Filmnacht widmet sich dem Thema Dreisamkeit, einer der herausfordernsten Arten menschlichen Zusammenlebens, an der Kino und Filmemacher seit Generationen nicht vorbeikommen. Große Werke der Filmgeschichte handeln von Dreierbeziehungen und den damit verbundenen Licht- und Schattenseiten, vornehmlich in heterosexuellen Lebenswelten. Doch es gibt auch andere filmische Perspektiven, abseits des heteronormativen Mainstreamkinos.
In Haim Tabakmans Film Du sollst nicht lieben verliebt sich der Familienvater in den 22-jährigen Ezri. Da Aaron keinen Weg sieht, seine Gefühle mit den religiösen Regeln in Einklang zu bringen, fasst er einen radikalen Entschluss. (Anschließend: Diskussion u.a. mit Hendrik Kosche, Pressesprecher der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Bodo Niendel, Vorstand des CSD e.V., Berlin)
Mutter, Vater, Kind - die wohl bekannteste Dreierkonstellation, die manchmal auch zur Hölle wird.


In Postcard to Daddy verarbeitet der Filmemacher Michael Stock den väterlichen Missbrauch auf seine Weise: 25 Jahre nach den Vorfällen konfrontiert er vor laufender Kamera seine Familie mit seiner Vergangenheit. Die daraus entstandene Videobotschaft sendet er in Form eines Dokumentarfilms an den Vater.


Paris, der Straßenstrich, hier arbeitet Stephanie. Als sie vor Jahren ihre Heimat in der nordfranzösischen Provinz verließ, hieß sie noch Pierre. Sebastien Lifshitz’ Wild Side erzählt ästhetisch versiert und einfühlsam von Stephanie, ihren zwei Liebhabern Djamel und Mikhail und über die schwierige Heimkehr zur sterbenskranken Mutter.

Termine

Schwule Filmnacht 2010