Drei Farben: Blau + Publikumsgespräch

Bei einem Autounfall verliert Julie ihren Mann Patrice, einen berühmten Komponisten, und ihre kleine Tochter Anna. Julie wird durch die Tragödie depressiv und entschließt sich, in die Anonymität der Großstadt zu fliehen. Sie verkauft alle Besitztümer und zieht in eine kleine Wohnung nach Paris. Doch die Flucht ist nicht von großer Dauer. Eine Musikjournalistin äußert den Verdacht, Julie habe in Wirklichkeit das berühmte Werk ihres Mannes komponiert. Patrices Assistent Olivier, der Julie schon seit langer Zeit liebt, beschließt nun, das unvollendete Konzert zu einem Abschluss zu bringen. Julie verhilft er aus der Isolation und gewinnt ihre Liebe.
Der erste Teil von Kieslowskis Trilogie behandelt, entsprechend der Farbsymbolik der französischen Nationalflagge, das Thema Freiheit. Die von Juliette Binoche meisterhaft gespielte Protagonistin exzerpiert eine drastische und konsequente Interpretation des Freiheitsbegriffs, indem sie sich von den Fesseln der Trauer befreit und ein neues Leben beginnt. "Drei Farben: Blau" wurde 1993 in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Daneben erhielt Juliette Binoche den Preis als beste Hauptdarstellerin und Sławomir Idziak wurde mit dem Preis für die beste Kamera honoriert.

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filmPOLSKA 2010 04/10