Die freudlose Gasse

Ein Querschnitt menschlicher Schicksale im Wien der Inflationszeit: In der Melchiorgasse liegen Elend und Luxus nah beieinander. Hier treffen sich die Verlierer und Gewinner, Prostituierte und Geschäftemacher, Kuppler und Spekulanten.
Der Film beruht auf der Bearbeitung eines 1924 erschienenen Romans von Hugo Bettauer. Buch und Film waren zu ihrer Zeit politisch hoch brisant, da sie in ungewohnter Direktheit die durch die Inflation verschärften sozialen Unterscheide und ihre Auswirkungen thematisierten. Von der Zensur wurde der Film, der einzige, in dem die beiden großen Diven der Stummfilmzeit, Greta Garbo und Asta Nielsen, gemeinsam zu sehen sind, aus politischen und moralischen Gründen nachhaltig gekürzt und verfälscht. Zum 20. Todestag von Greta Garbo zeigt das Filmmuseum Potsdam eine unter der Federführung des Filmmuseums München restaurierte Fassung des Films.

Termine

Stummfilm mit Livemusik 04/10