Die Unterführung + Ein kurzer Arbeitstag

Die Unterführung
Ein junger Lehrer reist aus der Provinz nach Warschau, wo er seine Frau, die ihn vor einiger Zeit verlassen hat, zufällig in einer Unterführung wieder trifft. Das Leben in der Großstadt hat die Frau zynisch und gefühlskalt werden lassen. Eine erneute Annäherung scheint unmöglich. Im semidokumentarischem Stil drehten hier Kameramann Sławomir Idziak und Regisseur Kieslowski das erste Mal gemeinsam.


Ein kurzer Arbeitstag
Die Bekanntmachung der drastischen Preiserhöhung bei Fleischprodukten löst in einem Metallbetrieb der Stadt Radom Arbeiterunruhen aus, die zu einem Aufmarsch zum Gebäude des Parteikommitees führen. Der verantwortliche Parteisekretär versucht zunächst die aufgebrachte Menge zu beruhigen und auf ihre Forderungen einzugehen. Allmählich gerät die Situation jedoch außer Kontrolle; der Parteisekretär flieht, die Miliz rückt an und beginnt mit der brutalen Niederschlagung der Proteste.
Kieślowski verbindet Archivmaterial mit einer fiktiven Geschichte und porträtiert die dramatischen Ereignisse in Radom, die zur Gründung der Solidarność führten. Sein Werk blieb durch die staatliche Zensur 16 Jahre unveröffentlicht und wurde erst 1996 nach dem Tod Kieślowskis gezeigt.

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filmPOLSKA 2010 04/10