Die Stille nach dem Schuss

Rita Vogt, ehemaliges RAF-Mitglied, ist über Beirut und Paris in die DDR geflüchtet und kann dort durch die Hilfe eines Stasi-Offiziers ein neues Leben beginnen. Ihre intime Freundschaft zu einer Arbeitskollegin endet jedoch abrupt, als Ritas Bild in einem Fahndungsaufruf im TV zu sehen ist und sie erneut untertauchen muss.
Neben Plagiatsvorwürfen durch die ehemalige RAF-Terroristin Inge Viett, deren Autobiographie 1997 erschienen war, wurde Volker Schlöndorffs Film Entpolitisierung vorgehalten. Allerdings will Die Stille nach dem Schuss weder Zeitgeschichte referieren noch politisch Position beziehen. Vielmehr weicht die berührende Zeichnung der Hauptfigur als eine Frau, die lieben und geliebt werden möchte, die Grenze zwischen Tätern und Opfern auf.
Zu Gast: Wolfgang Kohlhaase

Termine

MOVING HISTORY - 1967, der Deutsche Herbst und die RAF

Filme prägen unser Bild von der Vergangenheit. Sie bewegen emotional, vermitteln Identität, sind ein fester Bestandteil der historisch-politischen Bildung und stoßen immer wieder gesellschaftliche Debatten an. Geschichtsthemen finden heute im Kino, im Fernsehen und in Streaming-Angeboten ein erstaunlich großes Publikum. Was sagt das über unsere Kultur? Wie beeinflussen Filme unsere Geschichtsbilder? Welche Erzählungen vermitteln sie den nachwachsenden Generationen? Moving History - Festival des historischen Films ist das erste deutsche Festival, das Filme mit historischen Themen aus der aktuellen Film- und Fernsehproduktion sowie der gesamten Filmgeschichte einem breiten Publikum präsentiert. Margarethe von Trotta steht dem Festival als Schirmherrin und Beraterin zur Seite. Die erste Ausgabe des Festivals widmet sich der filmischen Wahrnehmung der RAF. Gezeigt werden fiktionale und dokumentarische Werke aus den vergangenen 50 Jahren und aktuelle Produktionen, die sich mit Aspekten der Entstehung des deutschen Linksterrorismus wie auch dessen Einflüssen, Wirkungen und Folgen befassen.
Rund um das Filmprogramm vertiefen eine Masterclass, zwei Werkstattgespräche und ein Symposium das Thema Geschichte im Film.
www.moving-history.de