Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)
Filmmuseum Potsdam; F: J. Leopold (FMP)

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Die Reise der Pinguine
March of the Penguins

Kaiserpinguine müssen einiges durchmachen, um sich fortzupflanzen. Wenn im März in der Antarktis der Herbst beginnt, tauchen Tausende von ihnen aus dem Meer, watscheln in langen Reihen bis zu 200 Kilometer weit an die immergleichen Treffpunkte, paaren sich dort und ziehen ihre Jungen auf. In den USA avancierte der Film zum zweiterfolgreichsten Dokumentarfilm aller Zeiten. Im Unterschied zur US-Version, die mit Morgan Freemans relativ neutraler Erzählerstimme auskommt, stattet die deutsche Fassung die Frackträger mit menschlichen Stimmen aus. Der Regisseur zur Kritik am anthropomorphisierenden Charakter des Dokumentarfilms: "Ich habe mir das nicht ausgedacht. Die Kaiserpinguine flirten tatsächlich, sind unglaublich liebevoll, kämpfen gemeinsam, teilen alles und sind einander ein Jahr lang treu. Das ist keine Frage unserer Wahrnehmung, es ist ihre Art." Ein Jahr mit Eisstürmen und monatlanger Polarnacht verbrachten Luc Jacquet (Biologe und Tierdokumentarist) und sein kleines Team für die Dreharbeiten in der Antarktis.

Dokumentarfilm des Monats