Die Marquise von O.

Die Marquise von O. wird Opfer eines Überfalls russischer Soldaten. Bevor sie ohnmächtig wird, registriert sie noch ihre Rettung durch einen Offizier, der sie jedoch spät in der Nacht, als sie noch immer wehrlos ist, missbraucht. Als sie feststellt, dass sie schwanger ist und sie den Namen des Vaters zu nennen nicht in der Lage ist, wird sie von ihren Eltern verstoßen. Ihre empfundene Unschuld und die schmerzhafte Ablehnung der Tochter durch die Eltern stürzt alle Beteiligten in tiefe Konflikte.
Ganz dicht am Text Heinrich von Kleists bleibt die Adaption der gleichnamigen Novelle. Dabei entspricht der distanzierten Sicht des Autors eine kühle und auch strenge Inszenierung des Regisseurs Éric Rohmer, der im Januar dieses Jahres, wenige Monate vor seinem 90. Geburtstag verstarb.

Termine

Gern gesehen 04/10 / Zum 90. Geburtstag von Éric Rohmer