Die Faust im Nacken
On the Waterfront

"Film gehört in Frankreich zur Kultur. Mangels Theatern, Konzerten oder gar Opern, war es in der Provinz sogar die einzige Kultur. Western standen hoch im Kurs, in der Diskussion mit den Priestern hörte ich zum ersten Mal Namen wie John Ford, Henry Hathaway, Raoul Walsh. Es war aber während der Ferien in Deutschland, dass ich jenen Film sah, der alles veränderte (...). Marlon Brando als junger Boxer, der versucht, gegen korrupte Gewerkschaftsbosse anzukämpfen (...). Bei diesem Erlebnis versagten mir analytischer Geist und strukturiertes Denken. Stundenlang lief ich wie in Trance durch die Stadt. (...) Heute liebe ich diesen Film auch noch, sehe ihn aber ganz anders, nachdem mir Arthur Miller seine Entstehungsgeschichte erzählt hat." (Volker Schlöndorff als Jesuitenklosterschüler in den 50er Jahren, Zitat aus der Autobiographie: Licht, Schatten und Bewegung. Mein Leben und meine Filme, München: Carl Hanser Verlag 2008, S. 49)

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Wünsche und Glückwünsche: Volker Schlöndorff