Die Filmprimadonna; F: Deutsche Kinemathek
Die Filmprimadonna; F: Deutsche Kinemathek

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Der schwarze Traum + Die Filmprimadonna

Der schwarze Traum
Asta Nielsen als Kunstreiterin Stella zwischen zwei Verehrern: Während sie den Juwelier Hirsch zurückweist, findet sie Gefallen an Graf von Waldberg. Die beiden werden ein Paar, doch Hirsch macht Stella weiterhin Avancen. Den Streit wollen die Rivalen mit einem Kartenspiel beilegen ... Das Unheil nimmt seinen Lauf. Für die Herstellung des Films kehrte das Gespann Nielsen/Gad vorübergehend aus Berlin nach Dänemark zurück. Unter europäischen Filmfirmen war ein regelrechter Wettstreit um den Superstar Asta Nielsen und ihren Regisseur ausgebrochen.
Die Filmprimadonna
Wie sehr Asta Nielsen den gesamten Herstellungsprozess von Filmen als ihre ureigene Sache ansah, gibt dieser Film aufs Schönste wieder: Sie spielt einen Filmstar, der die Qualität seiner Darstellung bis ins Kopierwerk hinein verfolgt, Licht, Bildlaufzeit, Drehbuch kritisch beäugt und beurteilt. Das ist anstrengend und kaum durchzuhalten - die Filmprimadonna, privat verstrickt in der fatalen Liebe zu einem untreuen Falschspieler, erkrankt schwer. In einer letzten Kraftanstrengung übernimmt sie für den Filmschriftsteller eine von ihm erdachte Rolle und einen letzten Tanz. Schluss, Klappe, aus - Film im Film.
Im realen Leben hatte sich Asta Nielsen schon vor Beginn der Dreharbeiten zu "Die Filmprimadonna" vertraglich von Babelsberg getrennt und drehte fortan in den neu errichteten Ateliers in Berlin-Tempelhof.

Zur Ausstellung: 1912. Asta Nielsen in Babelsberg/ Stummfilm mit Livemusik 6/12