Der Aufenthalt

Der Nachlass des Regisseurs Frank Beyer gehört zu den bedeutendsten in den Sammlungen des Filmmuseums.
Am 26.5.1932, vor 77 Jahren, wurde der Künstler geboren. Am 8. Mai 1945, als der Zweite Weltkrieg endete, war er 13 Jahre jung - Antifaschismus blieb für ihn ein lebenslanger Impuls.
Wenige Monate nach Kriegsende trifft ein Gefangenentransport auf dem Warschauer Güterbahnhof ein. Unter den ehemaligen deutschen Soldaten glaubt eine Polin den Mörder ihrer Tochter zu erkennen. Der junge Mark Niebuhr wird abgeführt und nach Monaten der Einzelhaft zu Arbeitseinsätzen in Warschau eingeteilt: Man schickt ihn auf die höchsten Ruinen, die er mit bloßen Händen abtragen muss. Doch dann rettet er ein Kind und wird in eine Zelle mit deutschen Gefangenen verlegt, in der ehemalige Offiziere den Ton angeben. Allmählich beginnt Niebuhr, über Schuld und Mitschuld nachzudenken.
Nach Entwürfen des Szenenbildners Alfred Hirschmeier hat die bauausführende Architektin Gisela Schultze das Modell der Hausruine gebaut, auf der Mark Niebuhr beinahe in den Tod stürzt. Dieses filigrane Modell ist bis 21. Juni in der Ständigen Ausstellung zu sehen.

Termine

Zur Ständigen Ausstellung: Babelsberg - Gesichter einer Filmstadt